Gemeinde Mülsen setzt Sparkurs strikt um

Erneut Kredit getilgt - 10-Millionen-Euro-Schuldenberg schrumpft auf 1,53 Millionen Euro zum Jahresende

Mülsen.

Mülsen freut sich in diesem Jahr über ein Gewerbesteuerplus und weiter sinkende Schulden. Kämmerer Jens Harnisch zog jetzt vor den Gemeinderäten ein optimistisches Halbjahresresümee.

Der zunächst im Haushaltsplan kalkulierte Fehlbetrag von 800.000 Euro ist demnach um mehr als die Hälfte geschrumpft. Er liegt nur noch bei 380.000 Euro. "Wir rechnen damit, dass er bis Jahresende ganz weg ist", sagte Harnisch.

Aktuell stehen 240.000 Euro mehr als geplant an Gewerbesteuern zu Buche. Für Harnisch eine mögliche Erklärung: Die Verwaltung hatte in diesem Jahr bei den Einnahmen tief gestapelt. Gerechnet hatte man im Rathaus zunächst nur mit 1,8 Millionen Euro Einnahmen aus den Gewerbebetrieben.

Der Schuldenabbau geht weiter voran. Ein Kredit in Höhe von 630.000 Euro sei getilgt worden. Bürgermeister Hendric Freund (parteilos) zufolge sei das der Fall, wenn ein Kredit ausläuft. Das beruht auf einem Ratsbeschluss. Dank dieser neuerlichen Tilgung liegt die Verschuldung der Kommune am Jahresende nur noch bei 1,53 Millionen Euro. Harnisch zufolge kommt das einer Pro-Kopf-Verschuldung von 87 Euro gleich. Vor wenigen Jahren noch stand das Dorf mit 10 Millionen Euro bei den Banken in der Kreide. Und in einigen Jahren soll die Weste der Mülsener blütenweiß sein. Dafür liegt ein Schuldenplan vor. Harnisch: "Die Kassenlage ist äußerst stabil." Für dieses Jahr geplante Ausgaben seien nicht gefährdet. (upa)

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