Große Namen sollen Besucher in die Museen locken

Zwickaus städtische Kultureinrichtungen haben bereits jetzt einen vollen Terminkalender. Dabei wechseln Bilder und Bewegung auch ihren Platz.

Zwickau.

Durch rund 200 Jahre und zahlreiche Genres führt das Kulturangebot der Stadt Zwickau seine Gäste in diesem Jahr. Eine herausragende Rolle spielt dabei der 200. Geburtstag von Clara Wieck, deren Schaffen im Robert-Schumann-Haus aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet wird. Doch das Jahr 2019 hat in Sachen Kunst noch mehr zu bieten.

Die Kunstsammlungen: Mit Museumsleiter Hildebrand Gurlitt und Bauhaus-Fotograf Albert Hennig beginnt am 26. Januar eine Ausstellung, die nicht nur Fotos und Zeichnungen des gelernten Betonbauers ans Licht holt, sondern sie um Briefe und Archivalien ergänzt. Daran zeigt sich Gurlitts Verhältnis zum Bauhaus, nach dessen Vorbild das Museum umgebaut und farblich neu gestaltet wurde.

Während ab Ende Januar im Theater-Malsaal das Ballettstück "Arbeiten! Rausch! Gehirn Zerschmettern!" über Max Pechstein zu sehen ist, beginnt am 6. April eine Schau in den Kunstsammlungen, die sozusagen den Spieß umdreht: Unter dem Titel "Tanz! Max Pechstein: Bühne, Parkett, Manege" sind Bilder des Zwickauer Sohnes zu sehen, die sich der Kraft des Tanzes widmen und der Sinnlichkeit der Kunst. Ergänzt werden die Gemälde um historische Kostüme, Fotografien und Filmaufnahmen.

Um rund 100 Jahre jünger sind die Werke, die ab 1. September ausgestellt werden: die Arbeiten, die zum Max-Pechstein-Förderpreis eingereicht wurden. Damals wie heute bringt zeitgenössische Kunst Diskussionen mit sich - und genau diese erwartet, ja erhofft sich die Stadt auch mit der Ausschreibung dieses Preises für fünf junge Künstler bis zum Alter von 35 Jahren. Die letzte Vernissage findet am 23. November statt. Bis in den Februar hinein sind dann Bilder der Brüder Meno und Bernhard Mühlig zu sehen. Sie sind bekannt für kleinformatige, idyllische Werke, die unter dem künstlerischen Einfluss von Ludwig Richter entstanden, der in der Mitte des 19.Jahrhunderts Dresden zu einem Zentrum der Spätromantik machte.

Galerie am Domhof: Aus Zwickau und der nahen Umgebung nährt sich das Angebot der Galerie in diesem Jahr. Noch bis Ende des Monats sind Werke des seit 50 Jahren bestehenden Förderstudios "Malerei und Grafik" zu sehen, ehe ab 3. Februar der Werdauer Jürgen Szajny Malereien und Zeichnungen aus Zwickau und Südfrankreich ausstellt. Die Schau ab 31. März widmet sich dem Zwickauer Künstlerpaar Brigitte Dietzsch und Josef Richter, die mit stimmungsvollen Landschaftsmalereien bekannt wurden. Es folgen der Sommersalon des Kunstvereins im Domhof, eine Schau mit Architekturfotografie von Jean Molitor sowie eine Ausstellung der Künstlergruppe Carbo fossilis um Brigitte und Wilfried Stoye, ehe der Leipziger Druckgrafiker Patrick Fauck den Reigen beschließt.

Priesterhäuser: Die Geschichte der vor 180 Jahren gegründeten Königin Marienhütte in Cainsdorf steht im Mittelpunkt einer Sonderausstellung ab 17. Februar. Bis Ende März können sich Besucher über das ehemals größte Eisenwerk in Sachsen informieren. Nach einer Pause, in der das Dach saniert wird, öffnet Ende November die Weihnachtsschau. In diesem Jahr zeigt der Dresdner Sammler Volker Karp hunderte Figürchen aus erzgebirgischer Herstellung in zauberhaften Szenen wie Jahrmarkt oder Bauernhof.

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