Grüne machen fehlenden Radweg zum Thema im Landtag

Zwickau/Dresden. Der fehlende Radweg beim Bau des Kreisverkehrs am Ende der Ortsumgehung für Zwickau und Mülsen in Höhe der Anschlussstelle Crossen der B 93 wird Thema im sächsischen Landtag. Katja Meier, die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, kritisiert, dass im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD von 2014 vereinbart wurde, beim Aus- und Neubau von Bundes- und Staatsstraßen gleichzeitig die Errichtung von Radwegen zum Regelfall werden zu lassen. Da es sich bei der Baumaßnahme um eine Staatsstraße handelt, "pfeift die Staatsregierung hier offenkundig auf den Koalitionsvertrag", so die Abgeordnete. Es entstehe eine gravierende Diskriminierung und Gefährdung nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer. "Das ist absurd, zumal mehr Verkehr auf der Ortsumgehung droht", sagt sie. Wie Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) mit solch fahrradfeindlichen Planungen das ebenfalls im Koalitionsvertrag festgehaltene Ziel, den Anteil des Radverkehrs in Sachsen deutlich zu erhöhen, erreichen will, bleibe sein Geheimnis. Er als Staatsminister und das ihm unterstellte Landesamt für Straßenbau und Verkehr würden die  Kommunen einfach im Regen stehen lassen. "Hier ist Nacharbeiten angesagt", sagt Meier. (vim)

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