Grundsteinlegung mit Kuchen, Zeitkapsel und guten Wünschen

In Eckersbach soll in diesem Jahr ein neues Familienzentrum für das Viertel entstehen. Dafür hatten sich die Kinder der Kita "Kuschelkiste" etwas Besonderes überlegt.

Zwickau.

Große Freude bei den Kindern der Kita "Kuschelkiste" im Zwickauer Stadtteil Eckersbach. Für sie stand am Donnerstagmorgen ein besonderer Termin auf dem Programm. Sie feierten mit Vertretern der Politik, Erziehern und Eltern die Grundsteinlegung des neuen Integrations- und Familienzentrums Eckersbach, das an das Gebäude der Kindertagesstätte angebaut wird und Ende dieses Jahres fertiggestellt werden soll.

"Wir freuen uns, dass unserer Viertel mittlerweile wieder belebt ist und wir mit der neuen Einrichtung ein Zentrum für alle Familien werden können", sagt Jens Kluge, Leiter der Kita "Kuschelkiste". Seit einigen Jahren leben im Stadtteil auch viele ausländische Kinder. Für sie und ihre Familien soll das neue Familienzentrum auch ein Ort der Integration sein. "Hier sollen die Kinder die Möglichkeit bekommen, mit anderen Kindern Kontakt zu knüpfen und schnell die Sprache zu erlernen, so Kluge.

Weil das Miteinander bei diesem Projekt im Mittelpunkt steht, gab es statt Liedern und Gedichten von den Kindern eine Mitmachaktion, bei der auch die Erwachsenen mit anpacken mussten. Aus Plastik-Bausteinen sollte symbolisch das neue Gebäude aufgebaut werden. Überreicht bekamen unter anderem Baubürgermeisterin Kathrin Köhler, Landrat Christoph Scheurer oder Landtagsabgeordneter Gerald Otto (alle CDU) die Steine, die sie dann aufeinander stapeln mussten.

Für die Baubürgermeisterin geht mit der Grundsteinlegung des Familienzentrums auch ein langer bürokratischer Weg zu Ende. Bereits 2016 standen die ersten Ideen für das Projekt im Raum. Nach Ringen um Angelegenheiten wie dem Brandschutz gab es letztlich die Genehmigung von der Bauaufsichtsbehörde - sogar in Reimform.

Als Erinnerung an den Bau gab es nicht nur einen Kuchen, die Kinder der "Kuschelkiste" haben eine Zeitkapsel zusammengestellt. Gefüllt mit selbstgemalten Bildern, einem Satz Münzen, dem Bauplan und einem alten Foto der Kita aus dem Jahr 1984 wurde sie in die Bodenplatte auf der Baustelle eingemauert.

Die Kosten von 550.000 Euro teilen sich der Bund sowie der Freistaat (335.000 Euro), die Stadt Zwickau (38.000 Euro) und die Arbeiterwohlfahrt (177.000 Euro), die Träger der Einrichtung ist. Im Familienzentrum sollen dann verschiedene Angebote bereitstehen: Familienberatung, Schuldner- und Insolvenzberatung und Beratung bei Themen des Verbraucherschutzes.


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