Hartenstein gibt Gemälde weg

Über Monate hatte sich der Hartensteiner Rainer Damm für eingesetzt, dass das Gemälde "Dr. Georg Wolf als Major zu Pferde" im Besitz der Stadt bleibt. Doch am Ende entschied der Stadtrat anders.

Hartenstein.

Das Kunstwerk "Dr. Georg Wolf als Major zu Pferde" wechselt den Besitzer. Das Bild, dass der Stadt Hartenstein gehört, seit den 1950er-Jahren im Depot des Museums schlummert und dringend restauriert werden muss, wird kostenlos in das Eigentum des Bergbaumuseums Oelsnitz übertragen. Ein Vertrag soll sichern, dass die Einrichtung die Restaurierung des Bildes, die mit gut 4000 Euro beziffert ist, durchführen lässt und es anschließend in die Ausstellung aufnimmt.

Mit zehn Ja- bei zwei Gegenstimmen (Rainer Damm und Günter Markstein, beide Bürgerliche Wählervereinigung) und zwei Enthaltungen (Jörg Markstein und Carmen Hüter, beide Bürgerliche Wählervereinigung) hat das der Hartensteiner Stadtrat jetzt beschlossen, nachdem er sich monatelang mit der Zukunft des Kunstwerkes beschäftigt hatte.


Vor dieser Abstimmung war zur jüngsten Stadtratssitzung der auf Initiative von Rainer Damm eingebrachte Beschluss, dass die Stadt das Gemälde auf eigene Kosten restaurieren lässt und es dann dem Bergbaumuseum als Dauerleihgabe zur Verfügung stellt, mehrheitlich abgelehnt worden. Lediglich Rainer Damm, Carmen Hüter und Günter Markstein sprachen sich für den Verbleib des Kunstwerks im Besitz der Stadt aus. Jörg Markstein enthielt sich der Stimme.

Das Bild des Künstlers Angelo Jank zeigt den Bergbauunternehmer Karl Georg Wolf (1862 bis 1934), der einst Hauptaktionär des Oelsnitz-Lugauer Steinkohlebergbaureviers war. Es war in den Besitz der Stadt übergegangen, als der frühere Wohnsitz des Industriellen Wolf - das heutige "Gästehaus Wolfsbrunn" - als Pionierleiterschule diente. Wie viel das Gemälde wert ist, könne nur schwer eingeschätzt werden. Ein Werk von Angelo Jank habe für 15.000 Euro den Besitzer gewechselt, aber die meisten seien für 400 bis 800 Euro weggegangen, so Bürgermeister Andreas Steinert (parteilos). Das Bild passe nicht in den Hartensteiner Museumsbestand, so Steiner. (mit up)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...