Hauptstraße erstrahlt zum Martinstag im Lichterglanz

Mit Kerzen und Laternen, dem Duft von Glühwein und Kesselgulasch präsentiert sich am 11. November die Zwickauer Einkaufsstraße. Die "Sternstunden" laden wieder ein.

Zwickau.

Die Zwickauer Hauptstraße verwandelt sich am 11. November wieder in ein gemütliches Wohnzimmer mit Wohlfühlcharakter. Trotz aller Probleme, die die einstige Vorzeigestraße hat, werden Läden und Boulevard im Lichterglanz erstrahlen. Die "Sternstunden", inzwischen eine Traditionsveranstaltung, laden auch in diesem Jahr ab 15 Uhr* zum romantischen Bummeln bei Kerzenschein und dem Duft von Glühwein und Linsensuppe ein. Organisiert wird der Auftakt in die Zwickauer Glühweinsaison wie immer vom Verein "Kontraste" und der Interessengemeinschaft "Hauptstraße".

Etwa 15 Händler werden sich am Montagabend als Gastronomen auf Zeit betätigen. Vor ihren Geschäften werden unter anderem Tee, Punsch und heißer Apfelsaft angeboten. Bei höheren Außentemperaturen gibt es den Rotwein pur, und der Apfelsaft bleibt kalt. Für eine Stärkung kommen neben der Linsensuppe auch Kesselgulasch, Wiener Würstchen, Speckfettschnittchen und Martinshörnchen auf die Teller. Wem es an diesem Tag zu kalt ist, der kann sich vor dem ehemaligen Kaufhaus Joh an der Feuershow von Ignis Dragons wärmen. Im Spielhaus gibt es Bastelangebote für Kinder. Und wer das mit den Sternen ernst nimmt, kann sich von den Colorjunkies Sternchen-Tattoos auf die Haut kleben lassen. Dabei können die Besucher noch etwas Gutes tun. Der Erlös aus den Verkäufen geht in diesem Jahr an das Tierheim "Vielauer Wald". Die Idee zu den "Sternstunden" wurde 2011 geboren. Inzwischen erstrahlt die Zwickauer Hauptstraße zum achten Mal im Lichterglanz. 2018 musste die Veranstaltung ausfallen, weil der Tag auf einen Sonntag fiel.

Der Höhepunkt ist auch in diesem Jahr der traditionelle Martinsumzug, den der heilige Martin von Tours, ebenso traditionell, hoch zuRoss anführen wird. Wie die Gemeindepädagogin der Nicolai-Kirchgemeinde, Dagmar Behnke, mitteilte, startet der Umzug um 16.30 Uhr am Dom. Dazu gehört das Teilen des Martinshörnchens, wobei die Kinder ihre Leckerei mit anderen Kindern teilen. Dieser Brauch wird auf die Legende zurückgeführt, die sich um Martin, einen der bekanntesten Heiligen der Kirche, rankt. Er soll seinen Mantel mit einem Bettler geteilt haben. "Die Atmosphäre und die vielen leuchtenden Laternen sind jedes Jahr bewegend", beschreibt Dagmar Behnke ihre Begeisterung für den Martinsumzug. Durch die Hauptstraße tragen die Kinder ihre Lichter stolz bis zum Seniorenheim an der Talstraße. Auch beim Martinsumzug wird um Spenden gebeten. Die Einnahmen gehen nach Rumänien, wo für bedürftige Kinder Weihnachtsgeschenke gekauft werden.

Die "Sternstunden" konnten seit ihrer Premiere steigende Spenden verbuchen. "Waren es zuerst etwa 400 Euro, so waren es bei der letzten Veranstaltung 1600 Euro", sagte Petra Küster. Wofür die Spende in diesem Jahr verwendet wird, konnte Tierheimchefin Claudia Ruf noch nicht sagen. "In einem Tierheim wird immer Geld benötigt", sagte sie. Das Geld kommt in den großen Topf, aus dem alle Ausgaben bezahlt werden. Nur eines steht bereits fest: "Das Geld kommt Tieren zugute".

 

*In einer früheren Version des Textes haben wir berichtet, dass die "Sternstunden" am 11. November um 17 Uhr beginnen. Das ist falsch. Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr.

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