Haus, Maschine, Bus und Figur sorgen für Erinnerungen

Zum Abschied von Hans-Jürgen Beier aus dem Stadt- und Dampf-maschinenmuseum hat ein Werdauer Bastler ein ganzbesonderes Geschenk kreiert.

Werdau.

Für Werner Wiedemann sind das Vorhandensein von Ideen und deren Umsetzung in die Praxis nach wie vor zwei verschiedene Schuhe. Das hat der Rentner aus Werdau in den vergangenen Monaten erst wieder selbst erfahren dürfen, als er auf der Suche nach einem Abschiedsgeschenk für den scheidenden Chef des Stadt- und Dampfmaschinenmuseums war. "Weil Hans-Jürgen Beier das Museum dorthin gebracht hat, wo es heute ist, sollte es schon etwas Besonderes sein", erinnert sich Werner Wiedemann an die Anfänge seiner Ideensuche. Am Ende entschied sich der Bastler für eine Geschichte, die so gut wie alle Bereiche der Arbeit des Historikers im Museum einschließen.

Das vierteilige Geschenk besteht aus einem hölzernen Modell des Museumsgebäudes, vor dem ein IFA-Bus H6B, eine Porzellanfigur und eine Dampfmaschine platziert sind. "Das Haus und die Dampf- maschine stehen für die Umwandlung des einstigen Heimatmuseums zum Stadt- und Dampfmaschinenmuseum, der Bus und die Figur symbolisieren das IFA-Oldtimertreffen und die Sammlung des Fraureuther Porzellans", erklärt Werner Wiedemann sein Geschenk, das auch einige Raffinessen aufweist. Dampfmaschine und Porzellan- figur bewegen sich, aus dem Bus ist der H6-Sound hörbar, und am Haus öffnet sich die Eingangstür. "Das Haus lässt sich auch noch beleuchten", fügt Werner Wiedemann hinzu.

Die Steuerung hat der Bastler in den Kasten platziert, auf dem Haus, Bus, Figur und Dampfmaschine stehen. "Ich habe das Unikat natürlich nicht ohne die Hilfe von Freunden und Bekannten hinbekommen. Hier und da brauchte ich schon einen Ratschlag oder ein besonderes Werkzeug", sagt der Werdauer, der mit dem Erreichen des Rentenalters das Basteln für sich entdeckt hat. Beispielsweise entstanden in der Wiedemannschen Werkstatt bereits Modelle eines sächsischen Schienenbusses aus dem Jahr 1911, einer Dampflok namens "Werdau" und der "Saxonia".

"Im Vergleich zu dem Museumsdiorama war der Nachbau der 'Saxonia' ein recht einfaches Vorhaben", sagt Werner Wiedemann, für den "Modelle von der Stange" weniger interessiert sind. Schon deshalb waren die bisherigen Präsentationen seiner Nachbauten zu den jährlichen Dampftagen im Museum stets etwas Besonderes.


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