Impfpflicht: Landkreis Zwickau mahnt zur Vorsorge

Kita-Aufnahme ab 1. März nur mit Masernschutz

Zwickau.

Der Landkreis Zwickau warnt, dass zu viele Eltern den Stichtag für das Inkrafttreten der Masern-Impfpflicht vernachlässigen. Schätzungen des Landratsamts zufolge sind 5000 Einwohner des Landkreises gar nicht oder nur unzureichend geschützt.

Um die Impflücken bis zum Stichtag zu schließen, hatte der Kreis seit Jahresbeginn Impfsprechstunden angeboten. Diese seien aber überhaupt nicht angenommen worden. "Wir konnten leider fast niemanden erreichen. Doch der Termin 1. März ist unverrückbar", sagt Amtsärztin Carina Pilling. Sie befürchtet, dass die Auswirkungen für die Betroffenen erst spürbar werden, wenn das Kind von der Kita abgewiesen wird.

Ab 1. März müssen alle Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr beim Eintritt in den Kindergarten oder in die Schule gegen Masern geimpft sein. Das hatte der Bundestag beschlossen. Es müssen die von der Ständigen Impfkommission vorgeschlagenen Masern-Impfungen nachgewiesen werden. Das gilt auch für Personen, die in Gemeinschaftseinrichtungen oder medizinischen Einrichtungen tätig sind. Gemeint sind Erzieher, Lehrer, Tagespflegepersonen und medizinisches Personal, soweit diese Personen nach 1970 geboren sind.

Die Impfung kann man sich bei jedem niedergelassenen Arzt sowie in den Impfsprechstunden des Gesundheitsamts abholen. Letzteres bietet ab 1. März erweitere Sprechstunden an. Interessierte sollten sich vorher telefonisch anmelden. (ael)

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