Junge Silberschwäne schwärmen vom Tanzen

Für einen neuen Spielplatz geht es am 25. August mit "Freie Presse" um den Schwanenteich. Heute vorgestellt: Nele Trommer und Loris Schulze.

Zwickau.

Sie haben das Wappentier der Stadt nicht nur im Vereins-logo, der TSC Silberschwan Zwickau trägt es sogar im Namen. Da ist es für die Tanzsportler natürlich Ehrensache, beim Spendenlauf für die Schwanenstadt mitzumachen.

Nele Trommer betreibt den Sport schon, seit sie vier war. "Ich hab im Wohnzimmer immer rumgetanzt, und da haben mich meine Eltern zum Verein geschickt", erzählt die 16-Jährige, die die Lehngrundoberschule in Glauchau besucht. "Tanzen ist anstrengend, obwohl es sehr leicht aussieht. Aber es macht viel Spaß." Trainiert wird drei- bis viermal pro Woche. Was wird geübt? "Natürlich viel Technik, Fuß- und Beinarbeit. Aber auch viel Kondition, damit wir das mehrere Turnierrunden durchhalten." Nele Trommer hat mit ihrem Partner Maximilian Schön dieses Jahr den Aufstieg in die Jugend A geschafft. Das sächsische Spitzenpaar bevorzugt die Lateinamerikanischen Tänze. Als Vorbild nennt die 16-Jährige deshalb - kein Wunder - die dreifache Weltmeisterin im Latein, Khrystyna Moshenska.

Dem Turniertanz widmet sie sich zwar als einzige in der Klasse, aber ihr Hobby stößt an der Schule schon auf großes Interesse. Die Klassenleiterin verfolgt sehr aufmerksam die Turniererfolge, die Mitschüler sind stolz und finden das cool. Auch in den Ferien wurde unter Anleitung von Jonatan Rodriguez Perez trainiert, trotz tropischer Hitze. "Augen zu und durch", lacht Nele Trommer, deren Augen funkeln, wenn sie vom Tanzen schwärmt. "Man lernt so viele Menschen kennen. Im Verein hat man immer Leute, die hinter einem stehen und mit denen man Spaß haben kann. Beim Turnier angefeuert und bejubelt zu werden, ist echt cool." Um ihren Sport auch in Zukunft beim TSC Silberschwan ausüben zu können, will sie nach dem Abitur eine Ausbildung in Zwickau oder Umgebung machen.

Loris Schulze hat relativ spät begonnen, erst mit zwölf. "Ich habe mit dem Tanzen das gefunden, was ich wirklich gerne mache",sagt der 17-Jährige, der mit Amelie Renner ein Tanzpaar bildet und das Albert-Schweitzer-Gymnasium in Limbach-Oberfrohna besucht. Besonders die Standardtänze haben es ihm angetan. "Ich mag es, einen Frack zu tragen. Das Edle und Elegante liebe ich sehr." Sein Vorbild ist Simone Segatori, der Weltmeister im Standard. "Die Atmosphäre bei Turnieren ist toll. Wenn man sich im Takt der Musik übers Parkett bewegt und die Reaktionen der Zuschauer erlebt - das ist atemberaubend." Die Runde um den Schwanenteich macht beiden nicht bange. Ein Tanz in den oberen Leistungsklassen beansprucht den Körper so viel wie ein 400-Meter-Lauf - m Unterschied zu den Leichtathleten aber immer mit einem Lächeln.

Anmelden für den Schwanenteich-Spendenlauf der "Freien Presse" und des SV Vorwärts Zwickau kann man sich am 25. August ab 15 Uhr im Start- und Zielbereich nahe der Melzerwiese. Gelaufen und gewalkt wird von 16bis 20 Uhr. Jede Runde um den Teich bringt 5 Euro in die Schwanenstadt-Kasse, bezahlt vom Starter selbst oder einem Sponsor.

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