Kanonenrohr wieder zu sehen

"Dr Leeb" ist wieder frei. Das historische Kanonenrohr, das 1523 in Zwickau gegossen wurde und den Namen "Der Löwe" erhielt, ist wieder im Hof der Priesterhäuser zu sehen. Über Monate war es wegen Bauarbeiten an der Glasfassade des Museums den Blicken entzogen. Das Kanonenrohr hat der Zwickauer Handwerker Peter Mülich, der in der Stadt eine Gießhütte betrieb, aus Bronze gegossen. Es wiegt 1,4Tonnen, ist 2,2 Meter lang und hat einen äußeren Durchmesser von 43,5 Zentimetern. Auftraggeber war der Sächsische Kurfürst Friedrich der Weise. Erstmals kam die Kanone im Schmalkaldischen Krieg zum Einsatz. Dabei wurde sie von Truppen Karls V. erbeutet. 1830 kamen die Franzosen in ihren Besitz und stellten sie ins Museum. 1940 wurde sie dort von der Wehrmacht beschlagnahmt. Seit 1950 wird die Kanone in Zwickau gezeigt. (nkd)

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