Kinder haben Spaß beim Kochen

Die Hartmannsdorfer Kita "Gänseblümchen" profitiert von einem Projekt, bei dem es um gesunde und ausgewogene Ernährung geht.

Hartmannsdorf.

Kinder essen gerne, was ihnen schmeckt. Egal, ob es gesund ist oder den Grundstock für spätere Speckröllchen rund um die Hüften legt. Aber die Mädchen und Jungen begeistern sich auch für Speisen, an deren Zubereitung sie selbst mitgewirkt haben. An diesem Punkt setzt eine Gemeinschaftsaktion der Barmer Krankenkasse und der Sarah Wiener Stiftung an, von der Hortkinder der Hartmannsdorfer Kita "Gänseblümchen" in den Ferienwochen profitierten.

Einmal pro Woche standen sie selbst in der Küche und bereiteten ihr Essen zu. Dabei konnte die Einrichtung auf insgesamt 500 Euro Unterstützung durch dieses Projekt zurückgreifen. "Wir haben gemeinsam mit den Kindern die verschiedensten Sachen zubereitet - darunter Salat mit Putenstreifen, Fischstäbchen-Burger und diesmal Kartoffeln mit selbst angerührtem Kräuterquark", sagte Erzieherin Kathleen Hogl. Sie hat gute Erfahrungen bei der Umsetzung des Kochprojektes gemacht. "Die Kinder hatten ihren Spaß, und es scheint ihnen geschmeckt zu haben. Selbstverständlich achten wir auch im normalen Kita-Alltag auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Aber mit so einer Aktion, bei der die Kinder sich selbst einbringen, vermittelt man ihnen die Thematik doch noch besser." Das bestätigte sich auch in der Meinung des achtjährigen Lukas. "Ich finde toll, was wir heute machen. Kartoffeln und Quark sind zwar nicht so mein Ding, aber heute probiere ich das mal. Denn wer's macht, darf's auch essen", verkündete der junge Mann selbstbewusst.

Die Aktion "Ich kann kochen", gibt es seit mehreren Jahren. Bevor Krankenkasse und Stiftung allerdings das ausschließlich für den Einkauf der benötigten Lebensmittel gedachte Geld auf den Tisch blättern, müssen die entsprechenden pädagogischen Lehr- und Fachkräfte aus den Einrichtungen zunächst ein ganztägiges Seminar zum "Genussbotschafter" absolvieren. Barmer-Vertriebsbeauftragte Romy Burghardt: "Es geht uns um mehr, als einmalig bis zu 500 Euro für die Realisierung eines Koch- und Ernährungskurses für Kinder zu investieren. Wir setzen auf eine Langzeitwirkung, bei der wir Kitas und Grundschulen ermutigen wollen, bei der Vermittlung von Ernährungswissen und Küchentechniken selbst mehr aktiv zu werden. Nur so kann man dauerhaft das Ernährungsverhalten der Kinder positiv beeinflussen."

Neben der Barmer bieten auch andere große Krankenkassen entsprechende Ernährungsprojekte und -initiativen an.

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