Kirchberg gründet erste Kinderfeuerwehr

Die Stadt darf sich in Sachen Brandschutz jetzt Vorreiter im Kreis Zwickau nennen. Damit verfolgen die Verantwortlichen vor allem ein Ziel.

Kirchberg.

Während anderenorts noch über das Was und Wie diskutiert wird, hat man in Kirchberg Nägel mit Köpfen gemacht: Öffentlichkeitswirksam wurde am Wochenende während des Altstadtfestes die Gründung einer Kinderfeuerwehr offiziell vollzogen - inklusive Übergabe der Gründungsurkunden für die kleinen Floriansjünger auf der Festbühne.

Vorerst sind es 13 Mädchen und Jungen, die in der Kirchberger Stadtkinderfeuerwehr mitwirken. "Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass es für alle Ortsteile nur eine Stadtkinderfeuerwehr geben soll. Das ist nicht nur vom personellen Aufwand her sinnvoll, sondern fördert auch von Anfang an das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Wehren", sagte Stadtwehrleiter Matthias Schramm.

Die Gründung sei erst möglich geworden, nachdem der Freistaat die dafür notwendigen Regelungen und Voraussetzungen geschaffen hatte. "Vielleicht ging die Realisierung der Idee bei uns etwas schneller über die Bühne, weil wir uns auf zwei engagierte Kameraden stützen konnten, die schon frühzeitig bereit waren, diese Aufgabe zusätzlich zu ihrem normalen Feuerwehrdienst zu übernehmen." Die Leitung der Stadtkinderfeuerwehr liegt in den Händen von Johannes Zenner aus Wolfersgrün. Erfahrungen in der Arbeit mit Heranwachsenden hat er bereits als Jugendwart in Wolfersgrün gesammelt. "Jetzt Kinder in einem Alter ab fünf Jahren bis zum möglichen Eintritt in die Jugendfeuerwehr unter meine Fittiche zu nehmen und ihnen die Freude an der Tätigkeit der Feuerwehr zu vermitteln, ist für mich eine neue Herausforderung, aber auch eine schöne Aufgabe", sagte er. Zugleich betonte der frisch gekürte Stadtkinderfeuerwehrwart, wie wichtig es sei, Mädchen und Jungen frühzeitig für die Mitarbeit in der Wehr zu begeistern. "Bislang ließ es die Gesetzeslage, insbesondere der Versicherungsschutz, nur zu, ab dem achten Lebensjahr in die Jugendfeuerwehr einzutreten. In diesem Alter sind aber viele Kinder schon in anderen Vereinen aktiv und für uns in der Regel verloren." Die Kinderfeuerwehr sei daher ein wichtiger Aspekt bei der Nachwuchsgewinnung.

In jedem Fall müsse aber auch pädagogische Arbeit geleistet werden. Das ist der Part, für den Nicole Lippke zuständig ist. Sie ist Erzieherin und hat das nötige Gespür im Umgang mit Kindern. "Wir möchten unsere angehenden Brandschützer nicht überfordern. Einmal monatlich sollen sie spielerisch mit der Arbeit der Feuerwehr vertraut gemacht werden. Basteln oder kleine Ausflüge gehören ebenso dazu wie sportliche Betätigung", sagte sie. Interessenten können sich im Kirchberger Ordnungsamt melden. Dort sind die Kontaktdaten hinterlegt.

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