Kirchberger Jugendliche können nach Zwangspause wieder hoffen

Landkreis und Stadt finanzieren die Stelle des Jugendklubleiters. Jetzt wird an der Konzeption gearbeitet.

Kirchberg.

Die Jugendlichen von Kirchberg, die wieder öfter in ihren Jugendklub gehen möchten, kommen ihrem Wunsch ein Stück näher. Der Lohn für einen neuen Jugendklubleiter steht zur Verfügung. Jetzt muss nur noch der Mensch dazu gefunden werden.

Nachdem der Landkreis Zwickau bereits sein Okay für die Finanzierung einer halben Stelle gegeben hatte, signalisiert nun auch die Stadt Kirchberg, die andere halbe Stelle zu finanzieren. Nach Angaben von Bürgermeisterin Dorothee Obst (Freie Wähler) will der Verein "Alter Gasometer" jetzt sein Konzept vorlegen. Anfang März ist dazu ein Gespräch geplant. "Ich hoffe, dass ich im März-Stadtrat einen Grundsatzbeschluss vorlegen kann", sagte die Bürgermeisterin in dieser Woche vor den Stadträten.

Nach ihren Angaben handelt es sich um 20 bis 30 Jugendliche, die hauptsächlich einen Platz suchen, wo man reden und Musik hören kann. Bei ihrer letzten Gesprächsrunde mit den Jugendlichen erfuhr sie, dass die Mädchen und Jungen aber auch Lust auf Projekte haben. Sie wollen sich um Fördermittel bewerben, um draußen einen Unterstand bauen zu können. Außerdem würden sie gern ein Nachbarschaftsfest ausrichten, um den Erwachsenen rundherum zu zeigen, was sie für Menschen sind und in den Besuchern vielleicht Erinnerungen an ihre eigene Jugend wachrufen.

Von alten Plänen der Verwaltung, im Gelände eine Tischtennisplatte aufzustellen, sei man mittlerweile abgerückt. "Die Jugendlichen wollen die gar nicht", so Obst.

Und noch eine freudige Nachricht hatte sie in petto: Eine weitere Kirchbergerin habe sich gemeldet, die in ihrer Freizeit die Jugendlichen in der Turnhalle betreuen würde. Insbesondere die Hallenzeit, in der Fußball oder Volleyball gespielt wurde, vermisst die Jugendclub-Crew. Jetzt müsse man schauen, wann die Halle frei ist, so Bürgermeisterin Obst. Dem Engagement einer Kirchbergerin war es bereits zu verdanken, dass der Jugendklub derzeit an zwei Abenden öffnet. "Das klingt doch alles richtig gut", sagte Tabea Friedrich am Donnerstag. Die Jugendliche war mit Gleichaltrigen und der Bürgermeisterin vergangene Woche nach Werdau gefahren, um den Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses von dem Dilemma in Kirchberg zu berichten. Seit mehr als einem Jahr gibt es dort keine Streetworker mehr, der Jugendklubleiter hatte wegen einer attraktiveren Stelle gekündigt, zuletzt hatte sich auch die Schulsozialarbeiterin nach einer anderen Arbeit umgesehen. Diese Stelle soll schleunigst wieder besetzt werden, sicherte der Träger, der Verein "Gemeinsam Ziele erreichen", zu. Der Verein "Alter Gasometer" ist bereits auf der Suche nach den Streetworkern, die auch für Mülsen, Crimmitschau und Wilkau-Haßlau zuständig sein werden. Und in Sachen Jugendklubleiter äußerte sich Geschäftsführer Mario Zenner auch zuversichtlich, wenn die Finanzierung dieser Stelle als gesichert gilt.

Die Jugendlichen freut diese Perspektive. Und wenn, bis alles in Sack und Tüten ist, sie vielleicht schon bald wieder in die Turnhalle könnten, wäre das "absolut toll", sagt Tabea Friedrich. "Wir haben dort viel und gern gespielt", versichert sie.

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