Klassenraum in Lichtentanne verwandelt sich in kleine Messehalle

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Für die Schulabgänger wird es ernst. Welchen beruflichen Weg sollen sie einschlagen? Eine Übersicht der Angebote hilft, die Auswahl zu erleichtern.

Lichtentanne.

Viele lieb gewordene Traditionen fallen der Covid-19-Pandemie zum Opfer. Auch die Bildungseinrichtungen bleiben davon nicht verschont. Erfinderisch zeigte man sich jedoch an der Oberschule in Lichtentanne beim Abhalten der Messe zur Berufsorientierung.

Eigentlich sollte die Veranstaltung für Schüler und deren Eltern wie gewohnt in der Turnhalle stattfinden. "Da kommen immer Firmen aus Lichtentanne und der Umgebung sowie Berufsschulen, die Stände betreuen. Mitunter waren da auch ehemalige Schüler mit da. Da ist immer ganz schön viel Betrieb", berichtete Schulleiterin Ute Göppert. Coronabedingt war das in der bisherigen Form dieses Jahr allerdings nicht möglich. "Wir wollten trotzdem etwas machen für die Kinder, auch in Zeiten der Kontaktbeschränkungen."

Also wurden Firmen und Berufsschulzentren der Region angeschrieben. 26 Unternehmen und Einrichtungen haben Material geschickt, ein breit gefächertes Spektrum - darunter VW Sachsen, zwei Krankenkassen, die Deutsche Bahn, das Heinrich-Braun-Klinikum, ein Friseurbetrieb, Polizei, Post und Wasserwerke. Das Ganze ist aufbereitet und in einem Klassenzimmer ausgestellt worden, ergänzt durch Imagefilme der Unternehmen. "In der Vorbereitung steckt viel Fleiß", lobte Ute Göppert die enge Zusammenarbeit der Berufsorientierung der Schule mit den Mitarbeitern der Praxisberatung und Berufseinstiegsbegleitung des Crimmitschauer Vereins zur Förderung von Ausbildung, Beschäftigung, Beratung und Betreuung Jugendlicher und Erwachsener (FAB).

Für die verschiedenen Klassen war jeweils ein Wochentag zum Besuch der Messe vorgesehen, sodass der derzeitige Lerngruppenverband bestehen blieb und mit Maske und Abstand die Vorkehrungen des Infektionsschutzes eingehalten wurden. Zwar musste man dieses Jahr auf die persönliche Anwesenheit von Vertretern der ausstellenden Firmen verzichten, doch die Schüler der Abgangsklassen hatten die Möglichkeit, sich anhand des Materials über Ausbildungsmöglichkeiten und Bildungsgänge nach der Schulzeit zu informieren. Darüber hinaus war es möglich, Bewerbungsfotos anfertigen zu lassen, sich mit Beispielen für Einstellungstests zu beschäftigen und zu erfahren, was beim Schreiben einer Bewerbung unbedingt beachtet werden muss. Das kam bei den Schülern gut an. "Sind richtig viele Angebote und Informationen. Toll sind die Bewerbungshinweise", lobte ein Besucher. "Ich war schon zweimal hier und finde immer wieder was Neues."

Der Aufwand hat sich gelohnt. "Ich freue mich, dass die Schüler das so gut angenommen haben. Nicht weil sie mussten, sondern weil es sie interessiert", kommentierte Ute Göppert die starke Resonanz. "Ich glaube wir sind die einzigen, die das in dieser Form durchgezogen haben", sagte Berufseinstiegsbegleiterin Ina Tümpel vom Verein FAB.

Die Lichtentanner Schulabgänger sind gut gerüstet. "Ich behaupte, ein Drittel der Schüler weiß schon, wo sie hingehen. Obwohl die heiße Phase ja immer erst mit den Halbjahreszeugnissen beginnt. Einige wollen auch noch das Abitur machen", sagte Ute Göppert. Derzeit fehlen immer mal Schüler, weil sie von Firmen zu Einstellungstests und Vorstellungsgesprächen eingeladen sind. Göppert: "Ich freue mich immer, wenn sie am nächsten Tag erzählen, dass es gut geklappt hat."

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