Kleingärtner geben Tipps zum Schnitt

Wie schneide ich meinen Obstbaum richtig? Antworten auf diese Frage haben Kleingärtner am Wochenende von Experten erhalten, schließlich steht der Baumschnitt wieder bevor.

Zwickau.

Rechtzeitig vor Beginn der Kleingartensaison haben die Fachberater der Kreisverbände der Kleingärtner des Landkreises und der Stadt Zwickau Tipps zum richtigen Obstbaumschnitt gegeben. Etwa 100 Interessierte kamen am Sonnabend dazu in die Anlagen "Maxhütte" und "Eckersbacher Höhe".

Verwunderlich war der große Zuspruch laut Fachberater Frieder Schubert nicht. "Solche Veranstaltungen sind nach unseren Erfahrungen immer gut besucht. Die Leute können zwar in Zeitschriften oder dem Internet viel nachlesen. Aber das ersetzt nicht das eigene Erleben und die Eindrücke bei den Schnittdemonstrationen. Außerdem können wir an Ort und Stelle individuell auftretende Fragen sofort beantworten", sagte der 74-jährige Experte. Nach seinen Worten sind solche Angebote für die beiden kooperierenden Kreisverbände mehr als eine bloße Serviceleistung für die Kleingärtner. "Uns kommt es darauf an, die echte kleingärtnerische Nutzung der Parzellen noch mehr in den Mittelpunkt zu rücken. Als Richtwert gehen wir von mindestens zwei Obstbäumen pro Gartengrundstück aus. Ob Apfel¨ - den wir auf alle Fälle empfehlen - Kirsche, Pflaume oder Birne, kann jeder Gartenfreund nach eigenem Belieben entscheiden", sagte Frieder Schubert.

Obstbäume seien relativ pflegeleicht. Und wenn der richtige Schnitt erfolgt, bringen sie guten Ertrag hervor. "Vielleicht sieht Obst von der eigenen Scholle nicht immer so perfekt und gleichmäßig aus wie das im Supermarktregal. Aber bei dem, was ich im Garten ernte, weiß ich, was an Düngung und möglicherweise Schädlingsbekämpfungsmitteln rangekommen ist und kann es mit gutem Gewissen verzehren." Frisch vom Baum oder vom Strauch schmecke Obst ohnehin besser als aus der Plasteverpackung. Ein Tipp von Frieder Schubert: Wer sich dafür entscheidet, in seinem Garten einen oder mehrere Obstbäume zu pflanzen, sollte auch auf alte Sorten zurückgreifen. "Die sind oftmals widerstandsfähiger als neu gezüchtete Sorten. Und vom Geschmack her müssen sie sich absolut nicht verstecken, sind vielfach sogar geschmacklich intensiver und aromatischer."

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