Kleinod Lochmühle: Jetzt soll ein Konzept her

Der Wanderstützpunkt in Hirschfeld hat zu Himmelfahrt zahlreiche Besucher angezogen. Gemeinde und Wanderverein würden gern mehr aus dem Objekt machen.

Hirschfeld.

Sie liegt mitten in der Natur und ist dennoch gut erreichbar: Die Lochmühle in Hirschfeld gilt als ein beliebter Treffpunkt und Rastplatz für Wanderer. Klar, dass am Himmelfahrtstag zahlreiche Wanderer ihre Touren so planen, dass sie an der Grenze zum Vogtland Station machen. Und das gilt längst nicht nur für Männergruppen, sondern vor allem auch für Familien, die nicht allzuweit von der Lochmühle sogar parken können.

Zweimal im Jahr - zu Himmelfahrt und zum Lochmühlenfest Ende August - lädt der Wanderverein in die sanierte Mühle ein. "Wir würden auch gern mehr machen, aber das ist schwierig", sagt Oliver Mach vom Verein. "Wir können nicht jedes Wochenende öffnen und Kaffee und Kuchen anbieten. So viele Leute sind wir nicht." Dabei, schätzt er, wäre der Bedarf sicher da. "Hierher kommen viele Leute: Wanderer, Spaziergänger und Menschen mit ihren Hunden - vor allem an den Wochenenden." Die können gern auf dem Gelände Platz nehmen, doch die Türen sind nicht immer geöffnet.


Das bedauert auch die Gemeinde. Sie hat das Areal für viel Geld und mit noch mehr Fördermitteln vor Jahren als Wanderstützpunkt saniert. Es gab dort Ausstellungen, kleine Konzerte, Übernachtungsmöglichkeiten für Schulklassen. Es gab aber nie ein professionelles Gastronomieangebot. Das hängt vor allem mit den Bedingungen zusammen, an die die Förderung geknüpft war, macht die Hirschfelder aber nicht glücklich. "Wir arbeiten an einem Konzept, um die Lochmühle zu beleben", sagt Bürgermeister Rainer Pampel (parteilos). In der kommenden Woche soll es weitere Gespräche geben. Mit im Boot: der Wanderverein. "Das ist so ein wunderschöner Standort, der muss der Öffentlichkeit unbedingt erhalten bleiben", sagt Oliver Mach. "Deswegen suchen wir auch noch andere Vereine, die sich die Lochmühle als ihr Domizil vorstellen können." Er denkt dabei etwa an Kunstver- eine - die waren dort durchaus schon zu Gast und haben die Er- gebnisse ihrer Arbeit vorgestellt. Außerdem plant der Wanderverein Lochmühle für November eine Whiskyverkostung. Allerdings ohne Übernachtung in dem alten Gemäuer. "Da muss sich jeder selbst kümmern."

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