Kontakt zum Bürger und kurzer Draht zur Verwaltung

Acht Bürgerpolizisten sind im Polizeirevier Werdau eingesetzt. Neue Zuständigkeiten gibt es am Standort Wilkau-Haßlau.

Wilkau-Haßlau.

Die Posten der Bürgerpolizisten, die im Polizeistandort Wilkau-Haßlau ihren Sitz haben, sind seit Anfang November wieder komplett besetzt. Das sagte der Leiter des zuständigen Polizeireviers Werdau, Helmut Schäffer. Nachdem eine Kollegin sich in den Ruhestand verabschiedet hatte, wurden die Posten neu vergeben und gleichzeitig die Zuständigkeiten neu geregelt.

Unter den beiden Neuen, die sich um die Stellen beworben hatten, ist Olaf Beier. Er wird künftig für die Stadt Wilkau-Haßlau und einige umliegende Orte verantwortlich sein. Der 49 Jahre alte Polizeihauptmeister ist seit 1993 bei der Polizei. Elf Jahre war er bei der Verkehrspolizei tätig, bevor er 2005 in den Streifendienst im Polizeirevier Werdau wechselte und dort in den vergangenen Jahren mit seinem Motorrad unterwegs war. "Ich sehe mich als Ansprechpartner für Bürger und Verwaltung", sagte er. Vor allem sollte das über kurze Wege möglich sein. "Daher sollte sich niemand scheuen, mich einfach anzusprechen", sagte er. Die Stadt selbst kennt er aufgrund seiner Arbeit als Streifenpolizist gut. Auch künftig, so sagte Beier, werde er mit seinem Motorrad unterwegs sein. "Auf jeden Fall werde ich immer dort sein, wo der Bedarf besteht", sagte der frisch gebackene Bürgerpolizist.

Mit seinem neuen Einsatzort in Reinsdorf und Umgebung macht sich in diesen Tagen auch Polizeihauptmeister Karsten Weber vertraut. Polizist ist er seit 1994 und seit 2000 im Revier eingesetzt. "In meiner neuen Tätigkeit kann ich meine Erfahrungen aus dem Streifendienst mit einbringen", sagte der 56-Jährige. Jetzt gelte es erst einmal, mit den Bürgern und der Gemeindeverwaltung ins Gespräch zu kommen, um zu sehen, wie künftig seine Schwerpunktaufgaben aussehen.

Revierleiter Schäffer hebt vor allem die langjährige Erfahrung und den Sachverstand der Bürgerpolizisten hervor. Steffen Lange, ein weiteres Mitglied des Trios, kann dabei auf 15 Jahre Arbeit als Bürgerpolizist zurückblicken. "Ich habe 2004 quasi einen Schnupperkurs beim damaligen Bürgerpolizisten Ralf Törpe gemacht", sagte der 56 Jahre alte Polizeihauptmeister. Er ist künftig für Hartenstein, Wildenfels und Langenweißbach zuständig. In diesem Beruf sei vor allem der Kontakt zum Bürger wichtig, weiß er aus Erfahrung. "Aber auch der kurze Draht zur Verwaltung ist dabei entscheidend". Nur so könne die Arbeit zwischen Ordnungsamt, städtischem Vollzugsdienst und Polizei entsprechend koordiniert werden. Das sieht auch Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) so. "In den vergangenen Jahren hat sich eine sehr gute Zusammenarbeit entwickelt", sagte er. Oftmals hätten so Probleme geregelt werden können, ohne dass die Bürger mitbekamen, dass es überhaupt eines gab. "Vor allem die regelmäßigen Besprechungen sind dabei sehr wichtig".

Eine der wichtigsten Aufgaben seiner Bürgerpolizisten sieht Helmut Schäffer in der Prävention und der Aufklärung der Bürger. Stefan Feustel wünscht sich, dass die Sprechzeiten künftig besser genutzt werden. "Bisher war es meist so, dass mich die Menschen auf der Straße angesprochen haben", sagte Steffen Lange. "So nach dem Motto, "wo ich Sie gerade mal treffe ...".

Auch die Schulwegkontrollen fallen in die Zuständigkeit der Bürgerpolizisten. "Wir sind sehr häufig, oft mehrfach pro Woche, vor allem an den Grundschulen tätig", sagte Steffen Lange. Das ist keine Selbstverständlichkeit. "Wir könnten das mit dem normalen Streifendienst gar nicht leisten", ergänzte der Revierleiter.

Wie Helmut Schäffer betonte, sind damit in den 16 Städten und Gemeinden in seinem Zuständigkeitsgebiet acht Bürgerpolizisten im Einsatz. Freilich müsse man auch Prioritäten setzen. Wegen der knappen Personaldecke müssten diese auch immer wieder im Streifendienst aushelfen. "Ihre Hauptaufgabe besteht jedoch darin, sich um die Belange der Einwohner in ihren jeweiligen Orten zu kümmern", sagte Schäffer. Dabei blickt er auch ein wenig stolz auf seine Leute. "Es ist kein Selbstläufer, die Bürgerpolizisten in den Orten zu etablieren", sagte er. "Wir mussten uns den aktuellen Stand hart erarbeiten." Schäffer weiß, dass es in anderen Revieren nicht so gut läuft.

Sprechzeiten der Bürgerpolizisten in:

  • Wilkau-Haßlau: jeden Donnerstag, 15 bis 17 Uhr im Polizeistandort Kirchberger Straße;
  • Reinsdorf: ab dem 3. Dezember jeweils am zweiten Dienstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Rathaus;
  • Hartenstein: jeweils am ersten Dienstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Rathaus;
  • Wildenfels: jeweils am letzten Dienstag im Monat, 15 bis 17 Uhr im Rathaus.
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