Kriegsende: Ausstellung läuft noch bis 27. Juni

Reinsdorfer arbeiten mit Chronisten aus anderen Orten zusammen

Reinsdorf.

Die Sonderausstellung "Kriegsende Region Zwickau 1945 - 75 Jahre Frieden" in Reinsdorf soll bis zum 27. Juni verlängert werden. Das teilt die Gemeinde mit, die davon ausgeht, dass ab 11. April die Räume trotz Corona wieder zugänglich sind. Eigentlich sollte die Schau im Bergbau- und Heimatmuseum schon Ende Oktober des Vorjahres beendet werden. Neben den zehn Informationstafeln, auf denen unter anderem die Rettung der Autobahnbrücke Wilkau-Haßlau sowie die Zerstörung des Schlosses Hartenstein nachzulesen ist, haben die Einwohner eine Mütze und einen Gürtel einer Uniform zur Verfügung gestellt, die die Männer während des sogenannten Volkssturms trugen.

Für Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos) war schon während der Konzeption der Ausstellung wichtig, "dass wir die Befreiung durch die amerikanischen Truppen am 18. April 1945 für die gesamte Region darstellen und zahlreiche Einzelheiten detailgetreu ermitteln". Dem Bürgermeister zufolge hat es von April bis Juni 1945 mehrere Kommandostellen in Vielau, Friedrichsgrün und Reinsdorf gegeben. Ludwig und die Mitstreiter des Heimatvereins verbinden mit dem Projekt aber auch einen Appell an die heutigen Generationen, alles Mögliche für den Frieden zu tun. Mehrere hundert Besucher haben sich die Ausstellung bereits ansehen können.

In Kooperation mit dem Ortschronisten von Beutha/Raum, Joachim Schwind, ist eine weitere Info-Tafel in Arbeit. Seinen Recherchen zufolge soll ab Mitte April 1945 der Zwickauer Lkw-Hersteller Auto Union hunderte teils halbfertige, kriegsfarbengrau gespritzte Karossen samt Motor in einem Wald bei Raum abgestellt haben. So seien dennoch einige der Fahrzeuge gestohlen worden. Ebenso recherchierten die Heimatforscher zum US- Militärgouverneur Robert Heuck, der damals in Zwickau zugange war. Auch hier sei die Zeit von April bis Juni 1945 von großer Bedeutung.

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