Kunstausstellung vorerst nur auf Youtube zu sehen

Wildenfels.

Die Schlossgalerie Wildenfels ist im Wartestand: Eigentlich sollte seit dem 20. März die Ausstellung "Kunstfreu(n)de" zu sehen sein, die sich der Frage widmet, warum sich Menschen eigentlich für Kunst interessieren. Doch wegen der Coronakrise musste die Vernissage abgesagt werden, das Schloss Wildenfels und damit auch die Schlossgalerie ist seit Ende März geschlossen. Die Ausstellung wartet seitdem auf ihre ersten Besucher.

Um Interessierten wenigstens einen kleinen Einblick in die Ausstellung zu gewähren, hat die Leiterin der Schlossgalerie, Dorothea List, mit Unterstützung der Hartensteiner Künstlerin Ramona Markstein ein Video zu der Ausstellung gedreht, das auf Youtube zu sehen ist. "Da die Ausstellung bereits aufgebaut war, haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, diese trotz der Schließung zu präsentieren. So kamen wir relativ kurzfristig auf die Idee, sie in einem Video zu präsentieren", so Dorothea List.

Die Ausstellung "Kunstfreu(n)de" widmet sich sich der Frage nach der Begeisterung für Kunst und dem Sammeln von Kunst aus zwei Perspektiven. Zunächst werden drei Künstlerfreundschaften in den Fokus gerückt: Wolfram Ebersbach und Josef Richter, Tanja Pohl und Elke Hopfe sowie Michaela List und Meike Georgi. Dabei werden ganz unterschiedliche Verbindungsstränge zwischen den Künstlern deutlich. Der zweite Aspekt der Ausstellung widmet sich den Kunstsammlern. Hier werden beispielhaft Reiner Neef, Hans Hinze und Matthias Scheibner betrachtet, wobei sich weitere Details der Freude an Kunst zeigen. 

Eigentlich sollte die Ausstellung bis Anfang Mai in der Schlossgalerie zu sehen sein. Mittlerweile wurde sie bis zum 3. Juli verlängert in der Hoffnung, dass es bis dahin doch Möglichkeiten gibt, sie Besuchern zugänglich zu machen. "Natürlich unterstützen auch wir die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Wir sprechen uns aber auch dafür aus, ein gutes Maß zu finden, Kunst und Kultur zu vermitteln. Zum Beispiel könnte man die Ausstellung für Kleingruppen öffnen. Da umfangreiches Begleitmaterial zur Verfügung steht, können die Besucher einiges mitnehmen, auch wenn aus Sicherheitsgründen auf die Begleitveranstaltungen verzichtet wird", argumentiert Dorothea List. (dha)

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