Kurze Erinnerung an den NSU

Doku-Zentrum für eine Woche zu besuchen

Zwickau.

Informationen über den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und dessen Netzwerke gibt es ab Sonntag in Zwickau. Dort eröffnet nach der Einweihung der Gedenkstätte für die Opfer des NSU an der Hauptstraße ein Dokumentationszentrum, das die Taten der Rechtsterroristen beleuchtet, aber auch deren Verflechtungen zu Unterstützern in Zwickau, Westsachsen und darüber hinaus.

Die Einrichtung solch eines Zentrums war in Zwickau schon einmal im Gespräch, nachdem sich Stadträte gegen ein Denkmal für die Opfer des NSU positioniert hatten. Allerdings ist das, was nun an der Hauptstraße 46/48 ausgestellt wird, nicht auf städtische Initiative hin entstanden. Es ist Bestandteil des Projektes "NSU-Tribunal - wir klagen an", das am Wochenende in Chemnitz sowie in Zwickau stattfindet und an dem unter anderem die in beiden Städten aktive Geschichtswerkstatt beteiligt ist.

In Zwickau beginnt unmittelbar nach der Einweihung der Gedenktafeln gegen 11.15 Uhr eine Tour zu zwei der Wohnorte, an denen sich Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos in Zwickau versteckt hielten. 14 Uhr öffnet das Dokumentationszentrum mit einer Podiumsdiskussion, die sich mit dem Stand der Aufarbeitung der NSU-Taten beschäftigt. Neben Vertretern der Geschichtswerkstatt und von NSU-Watch ist der ehemalige Vorsitzende der IG Keupstraße eingeladen. Dort explodierte am 9. Juni 2004 eine Nagelbombe, die die Rechtsterroristen dort abgestellt hatten. (sth)

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