Landfrauen verlegen Treffen ins Internet

Um der Vereinsarbeit nachzugehen, arbeiten die Mitglieder nun virtuell

Landkreis.

Persönlich treffen dürfen sich die Irfersgrüner Landfrauen derzeit nicht, dennoch soll das Vereinsleben weitergehen. Dafür hat sich der Landesverband der Sächsischen Landfrauen etwas einfallen lassen. "Wir bieten Onlineseminare an, damit sich die Frauen aus dem gesamten Freistaat im Internet treffen können", so Janine Klinge, Bildungsreferentin des Landesverbandes.

Mit dabei ist auch Lisett Teubert aus Stangengrüner, einem Ortsteil von Kirchberg. Sie engagiert sich seit gut vier Jahren bei den Landfrauen Irfersgrün im Vogtland - wegen ihrer Schwiegermutter und der Tatsache, dass es im Landkreis Zwickau keine organisierten Landfrauen gibt. Sie hat schon vor einigen Wochen ein erstes Probe-Online-Seminar hinter sich gebracht. "Wir treffen uns im Videochat ,Zoom'. Dort bekommen wir erklärt, wie wir die Vereinsarbeit in dieser Zeit virtuell organisieren können und beispielsweise Clouds oder gemeinsame Kalender einrichten und nutzen können", sagte die 38-Jährige. In Zeiten, die nicht vom Coronavirus bestimmt sind, treffen sich die gut 40Landfrauen mindestens einmal im Monat.

Dass auch die älteren Landfrauen beim nächsten Onlineseminar mitmachen, das am Mittwoch stattfinden wird, da ist Lisett Teubert zuversichtlich. "Die sind technisch ziemlich fit und aufgeschlossen, auch einmal etwas Neues auszuprobieren. Das merken wir auch in unserer Whatsapp-Gruppe", sagte sie.

Über die virtuellen Treffen soll nicht nur die Vereinsarbeit weitergepflegt werden, sondern auch der Austausch der Mitglieder stattfinden, und die kommenden Monate sollen geplant werden. "Eigentlich werden wir jetzt so richtig aktiv. Mit Kräuterwanderungen oder im Sommer mit etlichen Bauernmärkten. Wir wollen auch in der Zeit von Corona unseren Alltag so gut es geht beibehalten."

Für den Kurs am Mittwoch haben sich laut Janine Klinge zwar erst fünf Mitglieder aus den 32 Orts- und einem Kreisverein in Sachsen angemeldet, aber die Bildungsreferentin geht geht davon aus, dass diese Zahl kurzfristig noch wachsen wird.


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