Leila ist ihre Traumrolle

Die griechische Koloratursopranistin Chrissa Maliamanin brilliert in ihrer ersten Rolle nach der Babypause in der Oper "Die Perlenfischer".

Zwickau.

Nur noch morgen und am Samstag haben Opernliebhaber die Möglichkeit, die Oper "Die Perlenfischer" von Georges Bizet in der Inszenierung von Jürgen Pöckel im Zwickauer Konzert- und Ballhaus zu erleben. "Die ,Neue Welt' hat eine noch bessere Akustik als das Plauener Theater", sagt die griechische Koloratursopranistin Chrissa Maliamani, die für die Probenzeit und Aufführungen mit ihrem Mann, dem griechischen Tenor Vassilis Kavayas, und der einjährigen Tochter Vassia extra von Leipzig nach Zwickau zog. "Zwickau ist meine musikalische Heimat, am Theater Plauen-Zwickau hatte ich 2012 mein erstes Engagement. Hier habe ich als Gast die Möglichkeit bekommen, zwei meiner Traumpartien in meinem Fach zu verkörpern: Lucia in ,Lucia di Lammermoor' von Gaetano Donizetti und nun Leïla in ,Die Perlenfischer' von Georges Bizet", sagt Maliamani, die als Tempelpriesterin Leïla im Trio mit dem koreanischen Tenor Jason Kim und dem japanischen Bariton Shin Taniguchi in den Hauptpartien das Publikum begeistert und berührt wie bereits als Lucia in der halbszenischen Inszenierung von Jürgen Pöckel, die im Oktober 2014 Premiere feierte.

"Lucia war meine letzte Rolle vor der Babypause und meine erste, in der ich nicht als kleine Soubrette, sondern als Koloratursopranistin das zeigen konnte, wozu meine Stimme fähig ist. Als Operndirektor Jürgen PöckeI mir die Partie von Leïla anbot, bin ich vor Freude in die Luft gesprungen, weil es schon lange mein Traum war, diese zu singen. Sie verbindet in sich den lyrischen Gesang und Koloratur. Bizets Musik ist wunderschön und lässt sich gut auf Französisch singen", sagt die Sängerin.

Weil die junge Griechin nie gedacht habe, dass Sängerin ein Beruf sein kann, hatte sie zuerst Agrarwissenschaften studiert und sich dabei "zu Tode gelangweilt", sagt sie. 2002 nahm sie parallel dazu ein Gesangsstudium in Thessaloniki auf. 2009 wechselte sie an die Hochschule für Musik in Würzburg, die sie mit dem Diplom in Konzert- und Musik- theater abschloss. Ihren in Athen geborenen Mann lernte sie 2008 kennen. "Wir haben in Rossinis ,La cambiale di matrimonio' am Stadttheater von Korfu zuerst ein Liebespaar gespielt und dann wurden wir tatsächlich ein Liebespaar. 2012 haben wir in Zwickau unsere erste gemeinsame Wohnung bezogen", erinnert sich die in Thessaloniki geborene Sängerin. Geheiratet haben die beiden 2014 in Griechenland. Ihre Tochter kam auch in Griechenland zur Welt.

Chrissa Maliamani verrät, dass sie und ihr Mann nur Griechisch mit der Tochter sprechen, damit das Mädchen die Sprache ihrer Eltern von klein auf als Muttersprache lernt. Denn sie wissen nicht, wohin sie ihr Künstlerleben verschlägt.

Weitere Vorstellungen von "Die Perlenfischer" gibt es morgen und am Samstag, jeweils ab 19.30 Uhr im Konzert- und Ballhaus "Neue Welt" Leipziger Straße 182 in Zwickau. Eintrittskarten gibt es ab 24 Euro an der Theaterkasse.

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