Letzter Fund im Forst: Munition zur Panzerabwehr

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Kampfmittelbeseitiger wollen Gefahrenpotenzial des Waldes analysieren

Hartmannsdorf.

Wegen der gehäuften Munitionsfunde im Hartmannsdorfer Forst arbeitet der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Polizei jetzt an einer Gefahrenprognose. Das teilte Polizeisprecher Christian Schünemann am Montag mit. In der vergangenen Woche hatte sich die DBU Naturerbe, die große Teile des Waldes verwaltet, mit einer Warnung an Spaziergänger gewandt, die ausgewiesenen Wege möglichst nicht zu verlassen. Auch die Gemeinde Hartmannsdorf bat darum, insbesondere jenen Teil nicht zu betreten, den die Nationale Volksarmee (NVA) der DDR als Standortübungsplatz Weißbach betrieben hat.

Polizeisprecher Schünemann zufolge wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst in diesem Jahr bereits zweimal gerufen, das letzte Mal am 14. März, wo Panzerabwehrmunition gefunden und abtransportiert wurde. Seit 2015 gebe es immer wieder Meldungen von Munitionsfunden in dem Waldgebiet. Laut Schünemann wurden dort Zünder, Granatstücke, Kartuschen, Gewehrgranaten und Wurfkörper entdeckt. "Wie gefährlich diese sind, ist für denjenigen, der sie entdeckt, mit Sicherheit nicht abzuschätzen", warnt der Polizeisprecher und bittet noch einmal, die Funde nicht zu berühren. Stattdessen solle man die Polizei alarmieren.

Der Hartmannsdorfer Forst ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer, birgt aber offenbar wegen seiner Vergangenheit einige Gefahren. Teile des Waldes wurden einst militärisch genutzt. Seit 1965 dienten sie der NVA, nach der Wiedervereinigung der Bundeswehr als militärisches Übungsgebiet. Im Norden des Areals gab es einen Schießplatz. Eine Sperrung des Waldes ist nach Informationen der Gemeinde nicht vorgesehen. Die DBU Naturerbe will stattdessen weitere Schilder aufstellen, auf denen Besucher vor Gefahren gewarnt werden sollen. Keiner solle dort buddeln und schon gar nicht etwaige Funde berühren, so die DBU in einer Empfehlung.

Welche Konsequenzen dann die Analyse der Kampfmittelbeseitiger haben könnte, vermochte Schünemann nicht zu sagen. Diese müsse dann der Waldeigentümer ziehen.

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