Leutersbach: Bürger bitten Kretschmer um Hilfe

Lärmgeplagte warten seit April vergeblich auf Antwort aus Dresden

Kirchberg.

Bis heute keine Nachricht, kein Lebenszeichen, keine Antwort. Die Leutersbacher Bürgerinitiative (BI) gegen den Lärm auf der 45 Millionen Euro teuren Kirchberger Ortsumgehung ist enttäuscht von Sachsens Verkehrsminister Martin Dulig (SPD), der im April versprach, deren Anliegen ernsthaft prüfen zu wollen. Die Leutersbacher haben daher den Besuch von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) in Giegengrün am Wochenende genutzt, um erneut auf die Probleme in ihrem Ort aufmerksam zu machen. "Oft ist der Verkehrslärm sogar bei geschlossenen Fenstern zu hören", sagt BI-Sprecher Günter Bachmann.

Die BI erinnerte Kretschmer an dessen Regierungserklärung vom Vorjahr, in der er sagte: "Es ist notwendig, dass die Politik auf Entwicklungen reagiert, Gesetze anpasst und dafür sorgt, dass das, was des Volkes Meinung ist, sich am Ende bei Rechtsentscheidungen auch durchsetzt, nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis." Kretschmer habe einen extra "Geldtopf" zur Lösung solcher Probleme ins Spiel gebracht, so Bachmann.


Da es eine Staatsstraße ist, ist die Stadt machtlos. Das Landratsamt könnte das Tempo reduzieren, tut es aber nicht. Und längere Lärmschutzwände will das Landesstraßenbauamt nicht bauen, weil alle Vorgaben eingehalten wurden.

Dulig war am 3. April in Stangengrün gewesen. Damals sagte er, dass er die Lärmschutzregelungen für veraltet hält und Veränderungen bei den Gesetzesvorgaben über zulässige Emmissionen für nötig erachte. Doch nicht einmal von einem Zwischenstand seiner Bemühungen haben die Leutersbacher Kenntnis bekommen.

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