Lochmühle: Es geht weiter

Für den Wanderstützpunkt in Hirschfeld wurde ein neues Konzept öffentlich vorgestellt. Der Vorteil für die Gemeinde: Sie trägt kein Risiko.

Hirschfeld.

Der Königsweg, der zum Erhalt des Wanderstützpunktes Lochmühle führt, scheint gefunden. Die Bürgervertreter der Gemeinde Hirschfeld haben während ihrer Sitzung am Dienstag ihr Einverständnis für den Vorschlag signalisiert, eine gemeinnützige GmbH zu gründen, um die Einrichtung weiter zu betreiben. Sobald ein entsprechender Vertrag aufgesetzt ist und sich die gGmbH in Gründung befindet, soll der Gemeinderat dem Vorhaben seine Zustimmung geben.

Das Konzept, das am Dienstag öffentlich besprochen wurde, sieht vor, dass die gemeinnützige Gesellschaft mit Geld - die Rede war von 25.000 Euro - aus der Braungardt-Stiftung ins Laufen gebracht wird. Diese Stiftung wurde von dem Unternehmer-Ehepaar gegründet, das auch den Lengenfelder Formen- bauer Kobra gegründet hat. Dessen Geschäftsführer Holger Stichel stellte den Räten das Konzept vor und betonte, dass das finanzielle Risiko ganz auf seiner Seite liegen soll - zumindet vorerst.

Stichel und Bürgervertreter verständigten sich darauf, dass sich das neue Betreibermodell zunächst für drei Jahre bewähren soll. Danach wolle man entscheiden, wie es in der Lochmühle weitergehen soll. Dieser Zeitraum kommt nicht von ungefähr, denn bis Ende 2022 liegt auf dem Gebäude noch eine Bindungsfrist. Da die historischen Gebäude Mitte der 90er-Jahre für mehrere Hundertausend D-Mark und einem hohen Anteil an Fördermitteln saniert wurden, kann die Einrichtung nicht unbegrenzt genutzt werden. Beispielsweise ist es nicht möglich, dort jetzt ein privatwirtschaftliches Restaurant einzurichten.

Dennoch möchten die neuen Betreiber dafür sorgen, dass Wanderer an den Wochenenden zumindest einen kleinen Imbiss bekommen. Das ist auch zulässig und gab es bisher schon. Bislang hat eine Angestellte der Gemeinde in der Lochmühle gewohnt und sich um den Erhalt und die Bewirtschaftung des Areals gekümmert. Nachdem sie ausgeschieden war, hatten die Gemeinde und auch der ortsansässige Wanderverein Sorge, dass der Stützpunkt an Attraktivität verliert. Dem soll die gGmbH entgegenwirken - unter anderem mit Öffnungszeiten an den Wochenenden. Es sollen aber auch die vom Wanderverein ausgerichteten Veranstaltungen weiter stattfinden. Zudem wollen die neuen Betreiber versuchen, den Gebäudekomplex für Besuchergruppen attraktiv zu machen. Längerfristig könne man sich auch vorstellen, wieder Übernachtungen zu ermöglichen, hieß es während der Sitzung. Der Gemeinderat zeigte sich mit diesem Konzept einverstanden.

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