Lüftung im CWG: Räte beauftragen Planung

Für Anti-Radon-Projekt stehen keine Fördermittel zur Verfügung

Zwickau.

Ein Zwickauer Planungsbüro soll den Einbau der Lüfter in 21Räume des Clara-Wieck-Gymnasiums (CWG) auf dem Schlossberg in Zwickau-Planitz vorbereiten. Der Bauausschuss des Stadtrates hat am Montag auf seiner ersten Sitzung im neuen Jahr für 29.800 Euro einstimmig den entsprechenden Planungsauftrag vergeben. Ziel des Vorhabens ist es, die zu hohe Radonbelastung in dem Schulhaus auf einen Wert unterhalb des Referenzwertes zu reduzieren. Wie der Leiter des Liegenschafts- und Hochbauamtes, Christoph Kaufmann, sagte, müsse jedes der betroffenen Klassenzimmer individuell ausgestattet werden. "Die Räume sind nicht gleich groß, und sie sind unterschiedlich mit Radon belastet", sagte er.

Ein Radonfachbüro hatte die Situation im Planitzer Schloss im Jahr 2018 analysiert und dabei festgestellt, dass die Ursache nicht beseitigt werden kann. Einzige Lösung ist deshalb, mit Lüftern den Wert so niedrig wie möglich zu halten. Die Methode wurde bereits erfolgreich am Käthe-Kollwitz-Gymnasium in der Zwickauer Nordvorstadt angewandt.

Die Kosten für den späteren Einbau der Lüfter in die Räume des CWG werden auf etwa 420.000 Euro geschätzt. Stadtrat Herbert Reischl (Fraktion Die Linke) legte den Finger in eine andere Wunde. Er wollte wissen, ob dafür Fördermittel bereitstehen. "Es gibt kein entsprechendes Förderprogramm", sagte Christoph Kaufmann. Die Stadt habe fünf Fachstellen angeschrieben und sei überall abgewiesen worden.

Allerdings will Zwickaus Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU) das seit Jahren bekannte Problem nicht vor sich herschieben, bis irgendwann ein Förderprogramm aufgelegt wird. "Die Eltern haben dafür kein Verständnis", sagte sie aus den Erfahrungen von zwei Elternabenden heraus. "Sie wollen, dass das Schulhaus von der Radonbelastung befreit wird", sagte Köhler. Dieser Verantwortung werde man sich stellen. Inzwischen bemüht sich auch der Zwickauer Stadtrat und Landtagsabgeordnete Gerald Otto (CDU) um Zuschüsse von der Landesregierung. Eine Antwort stehe noch aus, sagte er.

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