Magier wird selbst verzaubert: Vom Mensch zur Puppe

Die Ehrlich Brothers haben mit ihren Tricks in Zwickau für ausgesprochen fröhliche Stimmung gesorgt - in der ausverkauften Stadthalle.

Zwickau.

Die Magier des Jahres 2016, die bei ihrer Stadion-Show im vergangenen Jahr gleich zwei Weltrekorde aufgestellt haben (sie versammelten die meisten Menschen bei einer Zaubershow, und sie zeigten den Zaubertrick mit den meisten beteiligten Zuschauern) hatten auch in Zwickau keine Mühe, für eine volle Stadthalle und Begeisterung der Zuschauer zu sorgen. Einige der Gäste wurden am Freitagabend sogar selbst zum Teil der Show. So ließen sich sieben Schwiegermütter ganz freiwillig von den Brüdern Andreas und Christian Ehrlich von der Bühne wegzaubern. Sympathisch, wie die Ehrlich-Brüder nun einmal sind, veranstalteten sie kein "Schwieger-Monster"-Platzen, sondern ließen alle sieben Frauen unversehrt und bei bester Laune wieder im Saal auftauchen. Die Brüder, die sich stets gegenseitig auf die Schippe nehmen, beeindruckten nicht nur mit den großen Illusionen und spektakulären Zaubertricks, hinter denen großer technischer Aufwand steckt, sondern mit altbekannten Tricks, für die sie nur einen Strick oder drei Münzen brauchen. Doch auch diese Tricks haben die beiden so perfektioniert, dass jeder über ihre Fingerfertigkeit nur staunen konnte. Am meisten freute sich ein Gast, aus dessen 10-Euro-Schein der jüngere der Brüder, Christian, einen 50-Euro-Schein machte.

In der aktuellen Show "Faszina-tion" verbiegen die Ehrlich Brothers nicht Bahnschienen wie in ihrer Show "Träume erleben", sondern einen Draht zu einem Herzen, das zuvor ein "Danke"-Schrift war, das an ihren vor dreieinhalb Jahren verstorbenen Vater ging, der immer an die beiden Söhne glaubte. Der 39-jährige Andreas, inzwischen selbst "Vater von drei tollen Kids und seit fünf Tagen 13 Jahre verheiratet", zeigt anhand geometrischer Figuren an einer Magnetwand, zu einem Gedicht seiner Frau, wie man Farbe in den grauen Alltag bekommt. Seinen vier Jahre jüngeren "schwervermittelbaren" Bruder Christian, der "zu doof für Elite-Partner" sei und einen ganzen Truck für sein Haarspray braucht, lässt er kurzerhand zu einer Puppe schrumpfen. Der "Kleine" wieder in Normalgröße versetzt, revanchiert sich mit dem Zersägen des großen Bruders. Der wiederum "zwingt" den Jüngeren dazu, ein Löwen-Kostüm anzuziehen - für eine Nummer, in der er als "Magier mit Maske" den Trick mit dem Löwen im Käfig angeblich verrät, um am Ende alle hinters Licht zu führen. Und sie vergessen es nicht, sich bei ihrer 80-köpfigen Crew, die die Show ermöglicht, zu bedanken.

"Es ist eine ganz bezaubernd junge, energiegeladene und ideenreiche Zaubershow. Ich sehe die Brüder zum ersten Mal live und bin ganz begeistert", sagte beispielsweise die 77-jährige Marienthalerin Helga Gräbner.

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