Malen nach Zahlen

Der ganz normale Schwansinn: Was Zwickau in dieser Woche bewegte

Wie das Leben manchmal so spielt. Am Donnerstagnachmittag kam folgende Meldung: 55 Polizisten haben fünf Wohnungen von fünf Verdächtigen auf Drogen durchsucht, dabei fünf Mobiltelefone einkassiert und fünf Gramm Cannabis gefunden. Versuchen Sie mal, gemeinsam mit fünf Freunden das fünfmal hintereinander unfallfrei aufzusagen. Abgesehen davon: Wenn man konsequent zu Ende rechnet, kommt man darauf, dass jeder eingesetze Bundespolizist bei dieser Razzia im Schnitt 0,09 Gramm Cannabis entdeckt hat. Ob sich die Rauschgiftszene davon jemals wieder erholt?

Es gab noch mehr Erfolgsgeschichten. Nachwuchs bei den Schwänen und Störchen, Grünes Licht für die Nachwuchsbetreuung in Wilkau-Haßlau und weit und breit kein Wasserrohrbruch.


Eigentlich alles prima, wäre da nicht unsere Zwickauer Lokalausgabe vom Donnerstag gewesen. Da haben wir es fertiggebracht, unter dem fröhlichen Foto der kunterbunt angemalten Mülsener Stützmauer die Nachricht abzudrucken, dass am künftigen Zwickauer Gefängnis die Mauer gerade nicht bunt werden darf, weil: "Chemische Farben könnten langfristig eine Gefahr für die Stabilität der Mauer darstellen." Sagt das Ministerium. Uiuiui. Ein Pinselstrich, und der Wall zerfällt wohl zu Staub. Und was heißt das jetzt für die frisch angepinselte Mülsener Stützmauer? Man mag es sich kaum ausmalen, verzwickt und zugenäht.

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