Markt für Immobilien kommt jetzt in Bewegung

Vier Häuser werden Wilkau-Haßlau demnächst zwangsversteigert

Wilkau-Haßlau.

Im Stadtgebiet Wilkau-Haßlau ist derzeit eine ungewöhnliche Bewegung am Immobilienmarkt erkennbar. Allerdings nicht freiwillig, sondern in Form von Zwangsversteigerungen. In den nächsten Wochen hat das Zwickauer Amtsgericht gleich vier davon angesetzt. Ob sich darunter ein echtes Schnäppchen befindet, darf jedoch bezweifelt werden.

In gutem Zustand ist keine der Immobilien. Am 26. August wird das Wohnhaus Cainsdorfer Straße 4 versteigert. Zu DDR-Zeiten war das Haus auch als Fisch-Winkler bekannt. Der Händler hatte im Hintergebäude sein Geschäft. Jetzt kann das 1885 erbaute und in den 1990er- Jahren teilsanierte Mehrfamilienhaus samt dem 380 Quadratmeter großen Grundstück zum Mindestgebot von 89.000 erworben werden. Der bauliche Zustand wird im Wertgutachten als "eher mittelmäßig bis schlecht" beurteilt. Um das Objekt dauerhaft nutzen zu können, seinen erhebliche Investitionen notwendig. Auch das Haus Karl-Liebknecht-Straße 11 wird als ungepflegt und verwahrlost beschrieben. Es kommt am 17. September zum Mindestgebot von 144.000 Euro unter den Hammer. Das etwa 1910 errichtete Gebäude bildet die rechte Hälfte eines Doppelhauses, aus dem die letzten Mieter 2009 ausgezogen sind. Sanierungsarbeiten nach der Wende wurden laut Wertgutachten vermutlich nicht fertiggestellt.

Zum zweiten Mal ist das Eckhaus Fleischerstraße 1 im Angebot. Es hatte zum ersten Versteigerungstermin keinen Käufer gefunden. Nach wie vor müssen 73.000 Euro für das Mehrfamilienhaus gezahlt werden. Es ist jedoch in einem sanierungsbedürftigen Zustand.

Das trifft auch auf das Gebäude Kirchgasse 2 in Culitzsch zu. Das etwa 1900 erbaute eingeschossige Haus soll am 7. Oktober für mindestens 53.000 Euro einen neuen Besitzer finden. Innen konnte der Gutachter das Haus nicht besichtigen. Nach Angaben der Nachbarn soll es jedoch bewohnt sein.

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