Max leistet sich keinen Schnitzer

Der 13-jährige Cainsdorfer sicherte sich gleich bei seiner ersten Teilnahme an den erzgebirgischen Jugendkulturtagen einen dritten Preis.

Cainsdorf.

Als er gerade mal fünf Jahre alt war, wurde Max Eibisch bei der Eröffnung der erzgebirgischen Schnitzertage als jüngster Schnitzer begrüßt. In diesem Jahr beteiligte sich der inzwischen 13-jährige Cainsdorfer erstmals aktiv an den erzgebirgischen Jugendkulturtagen. Und er landete sofort auf dem dritten Platz in der Altersklasse der 12- bis 14-Jährigen. In dieser Kategorie gingen insgesamt 15 Nachwuchsschnitzer an den Start, darunter fünf von ihnen mit Einzelarbeiten.

"Ich hatte ein Landschaftsrelief und Spielzeugtiere zum Wettbewerb eingereicht. Für mein Relief erhielt ich dann den dritten Preis. Das ist einfach nur toll", sagte er. Bereits Anfang des Jahres hat er damit begonnen, an seinem preisgekrönten Wettbewerbsexponat zu arbeiten. "Besonders schwierig an so einem Relief ist es, die verschiedenen Ebenen richtig darzustellen. Bekommt man das nicht hin, sieht das Ganze am Ende irgendwie komisch aus."


Die Wurzeln für seine Schnitz- begeisterung liegen in der Familie. Schon als Dreikäsehoch schaute er mit großen Augen seinem Vater Udo dabei zu, wie der aus einem unscheinbaren Holzklotz die unterschiedlichsten Figuren erschuf. Die Früchte seiner ersten eigenen Schnitzereien waren kleine Haustiere. "Schnitzen macht mir Spaß, weil man da etwas Eigenes schaffen kann. Man muss sich zwar wirklich sehr konzentrieren, kann aber auch kreativ sein und seiner Fantasie freien Lauf lassen. Aber ich habe auch noch andere Hobbys, spiele gerne Bowling und arbeite in der Jugendfeuerwehr mit."

Freuen würde sich Max Eibisch, wenn mehr seiner Altersgenossen ihr Herz für das Schnitzen entdeckten. Denn seit dem Umzug aus den ehemaligen Räumen des Vereines in der alten Grundschule ist die Nachwuchsarbeit merklich ins Stocken geraten. Udo Eibisch, Vorsitzender des Cainsdorfer Schnitzvereines: "Bedingt durch den zeitlichen und personellen Aufwand des Umzuges konnten wir uns einfach nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit um die Nachwuchsgruppe kümmern. Jetzt, da wir im ehemaligen Turnerheim ein neues Domizil gefunden haben, soll sich das wieder ändern."

Noch bis 24. Juli können Besucher des Museums für bergmännische Volkskunst in Schneeberg, Obere Zobelgasse 1, einen Blick auf die Schnitzereien zu werfen und dabei auch das Relief von Max Eibisch genauer unter die Lupe nehmen. Geöffnet hat das Museum dienstags bis sonntags in der Zeit von 10 bis 17 Uhr.

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