Mehr Platz für Dittesschüler

Neun Jahre nach ihrer Sanierung soll jetzt der alte Sportplatz als Außengelände der Wilkau-Haßlauer Grundschule komplett umgestaltet werden.

Wilkau-Haßlau.

Im August 2010 wurde der Schulbetrieb in der Dittesschule in Wilkau-Haßlau nach der Sanierung wieder aufgenommen. Unmittelbar danach sollte der ehemalige Sportplatz, der direkt an das Schulgrundstück grenzt, zu einem attraktiven Außengelände umgestaltet werden. Nachdem jedoch die Kosten um 1 Million Euro überzogen wurden und die Kasse leer war, landete das Vorhaben in der Warteschleife. Später fehlten die Fördermittel und es gab Probleme mit der Planung.

Neun Jahre später wird nun der Wunsch von Schülern und Lehrern umgesetzt. Einstimmig vergab der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung den Auftrag an eine Firma aus Hauptmannsgrün. In einem ersten Bauabschnitt soll zunächst der Pausenhof hergerichtet werden. Wie Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) erklärte, ist dabei vorgesehen, zunächst die Wege vom Schulhaus zum Gelände in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Über den alten Fußballplatz soll ein Schlängelweg führen. Gleichzeitig werden im Areal mehrere Rondelle entstehen, auf denen für die Grundschüler unter anderem eine Kletternetzpyramide, ein großer Sandkasten und Schaukeln aufgebaut werden sollen. Ein Rondell ist auch für den Unterricht im Freien vorgesehen. Geplant sind zudem diverse Spielgeräte, wie Balancierbalken und eine Tischtennisplatte. "Auch ein Weidenkriechtunnel wird angepflanzt", sagte Feustel. Zudem sollen Abfallbehälter, Rankgitter und ein Gerätehaus aufgestellt werden.


Zehn Firmen haben sich um den Auftrag beworben. Feustel hofft, dass die Arbeiten noch im November beginnen können. "Das ist allerdings von der Witterung abhängig", sagte er. Danach sollen in einem zweiten Bauabschnitt die Sportanlagen gebaut werden. Dazu gehören unter anderem eine Laufbahn und eine Weitsprunganlage.

Um das Grün auf dem ehemaligen Sportplatz müsse man sich keine Sorgen machen. Wie Stefan Feustel sagte, seien noch zahlreiche Ersatzpflanzungen offen. Die Bäume, die damit von Dritten finanziert werden, sollen im neuen Außengelände gepflanzt werden. Im Herbst 2020 soll das gesamte Gelände neugestaltet sein. Darauf hatte vor allem Stefan Jung bestanden. "Im kommenden Jahr wird die Schule 125 Jahre alt, da wäre es angemessen, wenn das Außengelände dann auch tatsächlich zur Verfügung steht", sagte Jung, der schon seit Jahren auf eine Umsetzung der Pläne drängt. Zudem begehe ebenfalls 2020 der Schulstandort sein 175. Jubiläum.

Allerdings verwies Stefan Jung auch darauf, dass es mit der Fertigstellung allein nicht getan sei. "Das Gelände muss auch unterhalten werden", betonte er. Der Hausmeister sei jetzt schon am Rande seiner Kapazitäten. "Er kann nicht noch das gesamte Außengelände betreuen", sagte er. Der Bürgermeister sicherte zu, bis zur Einweihung, auch die Frage nach der künftigen Pflege des Außengeländes zu klären.

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