Miteinander reden, jeder wird gehört

"Perspektivenwechsel" will Demokratie weiterdenken

Zwickau.

Perspektiven wechseln und Demokratie weiterdenken: Eine neue Veranstaltungsreihe will dazu beitragen, dass Menschen wieder stärker miteinander ins Gespräch kommen. Den Auftakt bildete am Freitagabend ein Vortrag zur Soziokratie. Referent Christian Graßmann aus Leipzig umriss im Mondstaubtheater die Basisprinzipien dieser Organisationsform. "Im Kern geht es darum, gemeinschaftlich Entscheidungen zu treffen und jeden Einzelnen in einer Gruppe zu hören", erläuterte Graßmann.

Zuvor muss sich die jeweilige Gruppe auf ein gemeinsames Ziel verständigen. Außerdem müssen die Teilnehmer bereit sein, im Sinne der Gemeinschaft von den eigenen Präferenzen ein Stück abzurücken. Dann lassen sich schneller pragmatische Lösungen finden, die für alle funktionieren, ist Graßmann überzeugt. "Es geht darum, Vorschläge im Sinne des gemeinsamen Ziels einfach auszuprobieren und in der Praxis zu testen, anstatt ewig darüber zu diskutieren."

"Was mich an der Idee begeistert, ist diese Gesprächskultur, bei der jeder zu Wort kommt", meint Initiator Swen Kaatz. Der freie Künstler will mit der Reihe "Perspektivenwechsel" in loser Folge Menschen zusammenbringen, um gemeinsam darüber nachzudenken, was Demokratie aktuell ist und zukünftig braucht. Unterstützt wird das Format durch das Zwickauer Bündnis für Demokratie und Toleranz. (cdr)

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