Mitmachen ist angesagt

Kita-Kinder können Spiele mit nach Hause nehmen. Kirchberger können an Rezeptbuch mitschreiben. Studentenwerk lädt zum Oktoberfest ein.

Beate Baumann (53), Leiterin der Kindertagesstätte "Zwergenland" in Niedercrinitz, ist jetzt auch noch Chefin einer Spielothek. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine Zockerbude, sondern um eine Auswahl von Spielen für Kinder im Krippenalter. "Der Verein 'Mehr Zeit für Kinder' hat uns angeschrieben, ob wir uns an der Aktion ,Kita-Spielothek' beteiligen möchten. Da wir schon vor vier Jahren bei den älteren Kindern gute Erfahrung mit dem Projekt machen konnten, haben wir das getan und gehören jetzt zu den deutschlandweit 250 Einrichtungen, die zu den Gewinnern der Aktion gehören", sagt Beate Baumann. Das Ganze funktioniert so: Die Kita erhält die Spiele und leiht sie kostenlos an die Eltern aus. Die können mit ihren Sprösslingen daheim in aller Ruhe die Sachen ausprobieren. "Es gibt dann noch einen Fragebogen, den wir ausfüllen sollen. Da geht es unter anderem darum, wie die Spiele angekommen sind und welche besonders begehrt waren", sagt Beate Baumann. Natürlich sei das eine Form der Marktforschung, von der die kleine Niedercrinitzer Einrichtung aber am Ende auch profitiere, "denn sämtliche Spiele gehen in den Besitz der Einrichtung über". (awo)

Mario Dudacy, Fotograf aus Neukirchen/P., hatte jetzt beruflich in Wien zu tun. Der Sachse erhielt vom Betreiber des Lokals "Zum weißen Rauchfangkehrer" den Auftrag, die Gaststätte für Werbezwecke ins rechte Licht zu rücken. Gedacht sind die Aufnahmen für die Internetpräsentation. Der Besucher der Homepage soll einen möglichst realistischen Eindruck von den räumlichen Gegebenheiten erhalten und quasi einen optischen Rundgang durch die vier Zimmer des Lokals unternehmen können. Möglich macht das eine besondere Form der Fotografie, auf die sich Dudacy spezialisiert hat. "Für die Panoramaaufnahmen habe ich vor Ort in Wien gut eine Stunde benötigt. Die meiste Zeit nimmt die Bearbeitung der Bilder zu Hause am Computer in Anspruch", sagt der Experte. Am Ende entsteht so ein virtueller Rundgang in 360 Grad durch die jeweiligen Räume. Was den Neukirchener am Lokal besonders begeistert, ist das Flair der Gaststätte. "Man kann in den Räumen auf Schritt und Tritt die österreichische Gemütlichkeit und auch Gastfreundlichkeit der Wiener spüren. Das Ganze auch optisch zu vermitteln, ist die besondere Herausforderung gewesen", sagt der Experte. Was er allerdings mit der Kamera festhalten konnte, ist die Geschichte des Lokals. Der "Rauchfangkehrer", der um 1848 gegründet wurde, war einst das Zunftlokal der AltwienerKaminpfleger. Einer davon verirrte sich in schwer beschwipstem Zustand in den Keller des Nachbarhauses und schlief in einem Mehltrog seinen Rausch aus. Weiß bestaubt stieg er am nächsten Morgen wie ein Mehlgeist aus dem Keller empor, mitten in den Frühschoppen der Rauchfangkehrermeister. Diese Episode gab dem Lokal den Namen. Ob sie stimmt, lässt sich heute allerdings nicht mehr überprüfen. (umü) Azubis des Studentenwerkes Chemnitz-Zwickau haben sich zum Semesterbeginn etwas Besonderes für die Studierenden einfallen lassen. Bis Freitag präsentieren sich Teile der Mensa Reichenhainer Straße 55 in Chemnitz als Oktoberfestzelt, um die neuen und höheren Semester zünftig zu begrüßen. Gut acht Wochen lang war das komplette Azubi-Team zu Gange, um diese Aktion zu planen. Beim Oktoberfest gibt es neben den typisch bayerischen Spezialitäten mittags und abends passende Aktionsgerichte in der Mensa. Zünftige Musik, Livestream-Aufzeichnungen aus München und lustige Spiele wie Maßkrug-Stemmen sorgen für Festzeltstimmung. Den Höhepunkt bildet am heutigen Dienstag das All-you-can-eat-Pastabuffet "italian meets bavarian" von 17 bis 21 Uhr, zu dem jeder kommen kann. Die Azubis freuen sich auf alle Studierenden und Gäste - vielleicht sogar in Lederhosen und Dirndl. (ja)

Anja Roocke (44), Immobilienmaklerin und Musikerin, hat erneut eine pfiffige Idee ausgebrütet, mit der die Einwohner von Kirchberg die Verbundenheit zur ihrer Stadt auf spezielle Weise zum Ausdruck bringen können. "Es geht um ein Backbuch von Kirchbergern für Kirchberger. Dabei stehen nicht nur die Rezepte im Mittelpunkt, sondern auch die Geschichten, die sich oftmals dahinter verbergen", sagt sie. Letztere gehören zum Konzept des Buches und machen es zu etwas Besonderem. Egal ob es dabei um die Herkunft eines seit Generation innerhalb der Familie weitervererbtes Rezept geht oder eine Eigenkreation aus einem besonderen Anlass, der geschildert wird. "Es liegen schon eine Reihe Rezepte vor. Bis Monatsende können im Rathaus oder im Café Marie noch weitere Vorschläge abgeben werden. Bei der Gestaltung dürfen natürlich alle mitwirken - jung, alt, Urkirchberger oder Zugezogene." Da es für das Backbuch-Projekt Fördermittel gibt, ist die Finanzierung gesichert, sagt Anja Roocke. Läuft alles planmäßig, könnte das Kirchberger Backbuch zum Jahresende vorliegen. (awo)

Felicia Kollinger-Walter hat sich an einer Diskussion auf der Buchmesse in Frankfurt am Main beteiligt. Die Sprecherin der Saxony International School mit Sitz in Glauchau vertrat in der Debatte zum Thema "Nachhaltigkeit verbindet - die globalen Nachhaltigkeitsziele als Schlüssel zur Demokratie des 21. Jahrhunderts" die Bildung. "Die Politik ist Visions-, Geld- und Gesetzgeber, ist dafür zuständig, einen ordnenden Rahmen zu geben, um unsere Zukunftsfähigkeit zu garantieren", so die 52-Jährige. Es sei wichtig, die jungen Menschen schon frühzeitig, Werte wie Respekt und Mut zu vermitteln. "Es geht auch darum, nicht nur an sich, sondern auch an andere Menschen zu denken." Neben Kollinger-Walter hat auch Marlen Arnold, Professorin für Nachhaltigkeit an der TU Chemnitz, daran teilgenommen. (jwa)

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