Motto: Unterhaltsam bis gruselig

Auch die 19. Nacht der Schlösser in der Region lockt mit Vielfalt. Die Organisatoren sehen dennoch Wachstums- potenzial.

Zwickau.

Größer, bunter, schöner: Die 19. Nacht der Schlösser am 31.August soll erneut ein Ereignis werden, das den Besuchern noch lange in Erinnerung bleibt. Das jedenfalls erhofft sich Julia Rosen- löcher vom in Waldenburg ansässigen Verein "Tourismusregion Zwickau", bei dem sämtliche Angebote gebündelt und schließlich vermarktet werden.

Nachdem die Schlossruine Hartenstein in diesem Jahr als Anlaufpunkt wegen Sanierungsarbeiten wegfällt, sind erstmals die Burg Rabenstein und das Schlossbergmuseum Chemnitz vertreten. Letzteres will zudem die Schlosskirche einbeziehen. "Auch Kriebstein hat schon Interesse signalisiert", sagt Rosen- löcher, die auch gern das Schloss Rochlitz für diese Aktion gewinnen würde. "Dieses Spektakel, das Jung und Alt, Groß und Klein anspricht, lässt sich erweitern", ist die Touristikerin überzeugt. Bisher würde sich die Anzahl der Besucher je Schloss zwischen 300 und 600 Personen bewegen. Immerhin sei die Veranstaltung mit ihrer großen Vielfalt zumindest in der Region einzigartig.


Das kann Nicky Wehr vom Schloss Rochsburg bestätigen, das sich seit 2015 beteiligt. "Wir waren von dieser Idee von Anfang an begeistert", sagt Wehr. So gehöre die vom Verein "Tourismusregion Zwickau" initiierte Veranstaltung zu den Rennern bei den Besuchern. Jedes Jahr werde deshalb ein neues Thema gesucht. 2016 sei es zum Beispiel "Rochsburg unplugged" gewesen, 2018 lautete das Motto "Die Rochsburg dreht am Rad". Und in diesem Jahr können sich die Gäste auf "Die Rochsburg - Brandgefährlich" freuen. So gibt's Führungen auf den Pulverturm und eine Feuershow.

Nicht weniger zu sehen gibt's in Glauchau, wo Volker Krüger dafür sorgt, dass Old- und Youngtimer den Schlossvorplatz ansteuern. "Bei gutem Wetter könnten es 100 Fahrzeuge werden", sagt Krüger, Chef des Classic-Stammtisches. "Die Leute mögen den Mix bei solchen Veranstaltungen ", sagt er. Daher können sich die Gäste unter anderem noch auf einen irischen Abend mit jeder Menge Musik freuen.

Teilnehmer der19. Nacht der Schlösser am 31. August sind Burg Rabenstein, Schloss Ringethal, Schloss Lichtenstein, die Schlösser Forder- und Hinterglauchau, Burg Schönfels, das Schlossbergmuseum Chemnitz, die Rochsburg, Schloss Waldenburg, Schloss Wildenfels und Schloss Wolkenburg.


"Es wird noch gruseliger"

Susann Lentzsch, Chefin des Museums auf der Burg Schönfels, nutzt die Nacht der Schlösser, um eigene Ideen einzubringen. Jochen Walther hat sich mit ihr darüber unterhalten.

Freie Presse: Schönfels ist mit dem Grusel-Theater dabei. Warum?

Susanne Lentzsch: Wir wollten mal etwas Neues versuchen. Niemals sonst kann das Schicksal der Anna Maria von Römer so hautnah erlebt werden. Das kam 2018 so gut bei den Leuten an, dass wir das in diesem Jahr wiederholen.

Auf der Burg wird's also erneut schaudervoll. Was ist neu?

Es wird noch gruseliger. Um alles gespenstisch zu gestalten, hat das Museum die letzte Augustwoche sogar geschlossen. Es wird kleinere Gruppen geben, damit sich auch wirklich jeder angemessen fürchten kann.

Welche Zielgruppen sollen erreicht werden?

Nun, jede Altersklasse ist willkommen - vor allem Familien. Aufgrund des hohen Gruselfaktors ist die Veranstaltung aber nichts für Zuschauer mit schwachem Herz, Klaustrophobiker, Rollstuhlfahrer, Schwangere und Kinder unter zwölf Jahren.

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