Mülsen radelt wieder

Der 26. Radlersonntag kommt: Am 10. Mai ist es soweit. Noch steht die Strecke nicht ganz fest. Sicher aber wird sie auch in diesem Jahr verkürzt werden müssen.

Mülsen.

Nach einem Jahr Pause verwandelt sich das Dorf Mülsen am 10. Mai erneut in einen überdimensionalen Radweg mit Speis und Trank, Unterhaltung und Musik. Die Gemeinde lädt nunmehr zum 26. Mal zu diesem weit über die Region hinaus beliebten Familienfest ein. Allerdings gibt es auch in diesem Jahr wieder eine verkürzte Strecke.

Schon vor zwei Jahren war die fast 20 Kilometer lange Strecke wegen Bauarbeiten verkürzt worden. Im Vorjahr war der Radlersonntag, der schon ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hat, wegen zu vieler Bauarbeiten an verschiedenen Stellen der Hauptstraße dann komplett ins Wasser gefallen. Versuche, das Radlerfest noch zu retten und ohne Beteiligung der Gemeinde Mülsen durchzuführen, waren gescheitert.

Auch in diesem Jahr gibt es Baustellen und bis heute einige Unwägbarkeiten, erklärt Bürgermeister Hendric Freund (parteilos). Der Termin ist nun aber gesetzt. Start ist im Dennheritzer Ortsteil Niederschindmaas. Das habe sicherheitstechnische und Platzgründe. Geradelt werden kann nur bis Mülsen St. Micheln, in Höhe Abzweig zur Auerbacher Straße.

Wegen des anhaltenden Baus der Schmutzlerbrücke falle Neuschönburg als Ziel flach. Die Einengung dort sei vielleicht passierbar, aber nicht befahrbar, erklärte Freund. Zum anderen gebe es in Micheln zwei Baustellen auf der Hauptstraße, die die Überquerung der Bundesstraße 173 unmöglich machen würden. Eine Untersuchung, ob der Bahndamm in Jacob und Micheln als Radlerstrecke nutzbar wäre, wurde Freund zufolge verworfen. Bei einer Beratung mit den zuständigen Behörden, der Polizei, dem Verkehrsamt und dem Rettungszweckverband traten sicherheitstechnische Bedenken zutage.

Derzeit könne aber noch nicht sicher gesagt werden, ob und wie die Muldebrücke nach der "Klatschschänke" in Schlunzig passierbar sein wird. "Deshalb wird eine Verlegung der Strecke über den Glauchauer Ortsteil Wernsdorf ins Auge gefasst", so Freund. Dort könne man die neu gebaute Fußgängerbrücke in Richtung Dennheritz und Niederschindmaas nutzen.

Vereine und Ortskulturbeiräte werden nach Freunds Angaben am Montag über den Kompromiss informiert. Mit der Stadt Glauchau müsse allerdings erst noch gesprochen werden.

Zu der von Gemeinderäten im Vorjahr angeregten Zusammenarbeit mit der Stadt Lichtenstein wird es in diesem Jahr noch nicht kommen. "Lichtenstein hat ein anderes Konzept. Daher warten wir erst einmal ab, wie sich das bei denen bewährt", erklärte der Bürgermeister.

Tausende sind für gewöhnlich beim Radlersonntag, der immer am zweiten Maiwochenende stattfindet, unterwegs. Selbst 2014, als es am Nachmittag kräftig regnete, wurden rund 9000 Besucher gezählt. Schirmherr ist der Landrat. 2018 trat auch Ministerpräsiden Michael Kretschmer (CDU) in die Pedale.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...