Mülsener bangt ums Geschäft

Von Anfang November auf Ende November hat sich das Bauende in der Jacober Nebenstraße verschoben. Ein Elektromeister fragt sich, wie die Kunden ihn erreichen sollen.

Mülsen.

An sich sollte Anfang November Schluss sein mit der Straßenbaustelle vor Elektromeister Stephan Schuberts Ladentür. Die Gemeinde hatte im Juli begonnen, die Jacober Hauptstraße unter Vollsperrung in zwei Abschnitten grundhaft auszubauen. Bis Anfang November sollte der letzte Abschnitt fertig werden. Nun aber haben sich die Wasserwerke Zwickau entschieden, die Trinkwasserleitung noch bis zum Abzweig Amseltal zu erneuern. Voraussichtliches Bauende: Ende November. Der Elektromeister hielt die Luft an, als er davon erfuhr. Er sieht sein Adventsgeschäft den Bach runter gehen. "14 Tage vor dem ersten Advent kommen die meisten Leute", sagt Schubert.

Der Mülsener ärgert sich, dass immer am Jahresende und nicht im Frühjahr solche Arbeiten angesetzt werden. Wenn doch, sollte man jedoch an die Geschäftsleute denken. "Zwei Kundenparkplätze an der Jacober Nebenstraße würden schon mal helfen", sagt Schubert. Eine andere Möglichkeit wäre, wenn das Extrastück, welches hinzugekommen ist, oder aber der zweite Abschnitt beim grundhaften Ausbau fertig gemacht und freigegeben wird. So könnten seine Kunden wenigstens näher an den Laden heranfahren. Offenbar geht aber weder das eine noch das andere.

Nach Aussagen der Gemeindeverwaltung ist das Baustellenende für den grundhaften Straßenbau die Hausnummer 162 beziehungsweise der Steg Korm. Zu Beginn des zweiten Abschnittes haben sich die Wasserwerke jedoch entschieden, die Wasserleitung bis zum Amseltal auszuwechseln. Laut Bürgermeister Hendrik Freund (parteilos) können Kundenparkplätze auf der Nebenstraße, die vorübergehend zur Einbahnstraße umfunktioniert wurde, nicht eingerichtet werden, weil dort Busse regulär entlangfahren. Daher sei dort sogar Parken verboten.

Wasserwerkesprecherin Heike Thieroff zufolge wurde im Zuge der Straßenbauarbeitern der Gemeinde Mülsen festgestellt, dass es sich anbiete, zusätzlich weitere 50Meter der Trinkwasserleitung mit auszuwechseln. Damit ist dann aber auch Schluss, für das Gebiet jenseits des Amseltals gibt es derzeit keine Bauabsichten. Die Umbindung der gesamten neuen Leitung an das vorhandene Trinkwassernetz ist in der kommenden Woche vorgesehen. Im Anschluss daran er- folgt der Straßenbau, so Thieroff. Schubert bleibt nur, die Daumen zu drücken, dass es nicht wetterbedingt noch zu Verzögerungen kommt. Seine Pflastersteine vor dem Geschäft, die er seit Beginn der Baumaßnahme vermisst, soll er aber auf jeden Fall wieder bekommen. Bürgermeister Freund zufolge befanden sich die Steine auf dem Grundstück der Gemeinde. Sie wurden vor den Fräsarbeiten durch den Baubetrieb entfernt und zwischengelagert, damit diese nicht beschädigt werden. Die Steine werden wieder eingebaut.

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