Mülsenern geht es um gemeinsames Gestalten

WAHLEN 2019 Die neue Initiative "3 GE" sucht Unterstützer

Mülsen.

"3GE - Gemeinde gemeinsam gestalten" ist eine Initiative von Mülsener Christen und Humanisten, die erstmals zur Kommunalwahl in Mülsen antreten will und um Unterstützer wirbt. Nach Angaben ihres Sprechers Jörg Röhner geht es ihnen unter anderem darum, die Einheit von Mülsen zu fördern und dabei die kulturelle Individualität der Ortsteile zu bewahren.

Röhner, Jahrgang 1972, Steuerberater und Professor für Wirtschaftsrecht an der Westsächsischen Hochschule Zwickau, ist bereits Mitglied der CDU-Fraktion im Gemeinderat. Wie er erklärt, haben sich bei "3GE" nun Leute zusammengefunden, die sich durch die etablierten Listen nicht so gut vertreten fühlen, mehr Wert auf christliche und humanis- tische Ideale legen. "Ich sehe mich nicht in der Opposition zur CDU, wir wollen, dass Mülsen vorankommt." Im Dorf aber wird teils mehr gegeneinander als miteinander gearbeitet. "Wir sind nicht gegen den Bürgermeister, nicht gegen die CDU, aber auch nicht wie andere immer für den Bürgermeister, egal, was er macht. Wir sind für gute Ideen", sagte Röhner.

Im Januar fanden sich zehn Kandidaten in privaten und Netzwerken der Kirchgemeinde zusammen, darüber hinaus gebe es zahlreiche Unterstützer. Auf die hofft Röhner nun. Denn erst, wenn 80 Menschen bis allerspätestens 21. März im Rathaus mit ihrer Unterschrift den Wahlvorschlag unterstützt haben, darf "3 GE" antreten. Neben Röhner gehören André Bornschein, Christoph Amend, Harry Sakschewski, Michael Günther, Franz Nieft, Katja Seidel, Gabriele Krauß, Thomas Schebitz und Lars-Christian Trommer dazu.

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1Kommentare
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  • 1
    0
    Tokeah
    18.03.2019

    Es wird interessant werden, wie 3 GE bei den Wahlen zumülsener Gemeindeparlament abschneiden wird. Fakt ist, dass Wählervereinigungen nicht immer einen einfachen Stand haben bzw. in der Vergangenheit nicht so hatten. Zudem wählen der untere Mülsengrund und der obere Mülsengrund erwartungsgemäß meist unterschiedlich. Das liegt auch mit an den oft gegensätzlichen Ansichten und Absichten der Mülsener selbst. Auch dir Erwartungen waren stets sehr unterschiedlich geprägt.
    In den vergangenen zwei Jahren ist der Unmut der Bürger im unteren Grund stärker gewesen als im oberen Grund. Diese Werte waren messbar. Inzwischen hat sich der Unmut auch im oberen Grund mehr und mehr nach vorn gewichtet. Ob die Mülsener das nun zum Anlass nehmen, die politisch Handelnden zu entmündigen, wird sich am 26. Mai zeigen. Es gibt diesbezüglich skeptische Stimmen, vor allem weil ein Großteil der Handelnden nicht lernfähig war und man nicht umhin kommt, dass aufzuzeigen.
    Es gibt Stimmen, die befürchten, die neue Vereinigung könnte wie Impuls ein weiterer Mehrheitsbeschaffer für den Bürgermeister und die Etablierten zu sein.



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