Neue Küche, neue Betten

Die Zwickauer Studenten sollen es bequemer haben. Deshalb kommen auf dem Scheffelberg einige Bauarbeiten in Gang.

Zwickau.

In den kommenden Jahren wird sich für die Studenten der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) einiges verändern. Nicht nur in der Innenstadt, wo bereits seit geraumer Zeit Bauarbeiten im Gange sind, sondern auch auf dem Campus der ehemaligen Pädagogischen Hochschule auf dem Scheffelberg tut sich etwas. Sowohl das Studentenwerk Chemnitz-Zwickau als auch das Sächsische Immobilien- und Baumanagement (SIB) sind dort aktiv.

Das SIB lässt am Plattenbau, dem Haus 7, auf dem Campus derzeit einen Innenaufzug einbauen, sodass alle fünf Geschosse barrierefrei zu erreichen sind. Nach Auskunft von SIB-Sprecher Alwin-Rainer Zipfl sollen die Arbeiten einschließlich notwendiger Leistungen für den baulichen Brandschutz bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Kosten: Rund 437.000 Euro.


Damit ziehen die Bauarbeiter aber nicht von dannen. Im vierten Quartal beginnen laut Torsten Viertel vom Studentenwerk Umbauten in der Mensa. Für rund 55.000 Euro soll die Ausgabestrecke in der Studentenkantine erneuert werden. Die Mensa in Eckersbach ist erst vor sieben Jahren komplett saniert worden. Damals ersetzte ein Zelt das feste Gebäude.

Für einen weiteren Ersatz will das Studentenwerk in den nächsten Jahren sorgen. In unmittelbarer Nähe zum Wohnheim an der Makarenkostraße entsteht ein neues Heim. Grundstückskauf und Planung stehen noch in diesem Jahr an, so Viertel. Wenn das neue Gebäude 2021/2022 fertiggestellt ist, soll das alte abgerissen werden. Mit geplanten 100 bis 125 Betten erhält das neue Studentenwohnheim in etwa die gleiche Kapazität wie das derzeitige an der Makarenkostraße 4/6.

Der Freistaat hat insgesamt fünf Millionen Euro für die sächsischen Studentenwerke zur Verfügung gestellt. Das für Chemnitz und Zwickau erhält 970.000 Euro.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    1
    branderweg
    26.07.2019

    Das Studentenwerk erhält Geld vom Staat für den Ersatzneubau eines Studentenwohnheims. Die Stadt Zwickau ist und bleibt trotz ihrer guten Wirtschaftsdaten schrumpfende Stadt - d.h. es gibt absehbar immer weniger Leute und mehr Gebäudeleerstand, der ja schon heute beträchtlich ist. Trotzdem bauen Einrichtungen, die unmittelbar staatlich finanziert werden, neu. Das betrifft die Arbeitsagentur an der Werdauer Straße, das Studentenwerk oder - etwas anders gelagert- die GGZ (Stadtmühle), oder die Stadt Z. selbst beim beabsichtigten Neubau einer Oberschule. Mir geht es nicht um ein Neubau-Verbot, aber scheinbar fehlt in Zwickau und ihrer Stadtpolitik ein Zielbild, dass die Entleerung herausragender Bauensemble verhindert - darunter viele Denkmale, sondern sie wieder füllt. Braucht eine Stadt mit erheblichem Wohnungsleerstand ein neues Wohnheim? Wo kann durch kombinierten Um- und Anbau historische Substanz gerettet werden und gleichzeitig moderner Komfort entstehen?
    Das sind auch Fragen, die die FP für Ihre Leser den Verantwortlichen stellen sollte.



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