Neuer Radweg ersetzt alten

Anwohner protestierten gegen die Veränderung eines Teils der Kopernikusstraße. Genützt hat es nichts. Die Straße kommt weg.

Zwickau.

Die schmale, hauptsächlich als Radweg genutzte Straße zwischen dem Jogichesweg und der Kopernikusstraße im gleichnamigen Gewerbegebiet in Zwickau kann aus dem Straßenverzeichnis gestrichen werden. Der Bauausschuss stimmte am Montag einstimmig der sogenannten Einziehung zu. Damit kann die Firma Snop Automotive (ehemals Tower Automotive) die Fahrbahn für ihre Erweiterung nutzen.

Gleichzeitig stimmten die Räte als Ersatz für einen neuen Radweg, der um das Firmengelände herumführt. Anwohner hatten vor allem gegen die Einziehung der Straße vier schriftliche Einsprüche vorgebracht. Sie beklagen unter anderem, dass sie für die Rentabilität des Automobilzulieferers künftig Umwege in Kauf nehmen müssen, um an ihre Grundstücke zu gelangen. Zudem werde der direkte Zugang zum Radweg verwehrt. Außerdem sei es für Entsorgungsfahrzeuge künftig schwierig, die Anwesen zu erreichen. In den Schreiben heißt es zudem, dass durch den neuen Radweg keine Verbesserung der Verkehrsführung erreicht werde. Im Tiefbauamt sieht man für die Vorhaben überwiegend Gründe des öffentliches Wohles. Daher seien die Einwände nicht zu berücksichtigen. Dieser Argumentation folgten die Ausschussmitglieder ohne Diskussion und Nachfragen.


Mit dem Beschluss ist die Einziehung der Straße noch nicht rechtskräftig. Die Entscheidung muss noch veröffentlicht werden. Danach gibt es eine vier Wochen dauernde Widerspruchsfrist. Erst wenn die verstrichen ist, ist die Entscheidung des Bauausschusses rechtskräftig.

Der Leiter des Tiefbauamtes Thomas Pühn machte deutlich, dass der Seitenarm der Kopernikusstraße erst dann endgültig aus den Straßenkarten verschwinden wird, wenn der neue Radweg fertiggestellt ist.

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