Nordvorstadt bekommt Allee zurück

Bei Bauarbeiten wurden die Bäume rechts und links der August-Bebel-Straße in Zwickau gefällt. Nach rund zehn Jahren sollen die Straßenränder wieder neu bepflanzt werden.

Zwickau.

Die August-Bebel-Straße in Zwickau soll wieder das werden, was sie schon einmal war: eine Allee. Etwa zehn Jahre, nachdem Kettensägen dem grünen Bewuchs entlang der Gehwege den Garaus gemacht hatten, sollen die Bäume dorthin zurückkehren. Bei der Sanierung der Gehwege wurden damals zwar die Baumbuchten angelegt, auf die Bäume warten die Anwohner jedoch bis heute.

CDU-Stadtrat Gerald Otto hatte zur jüngsten Sitzung des Stadtrates eine entsprechende Anfrage an die zuständige Bürgermeisterin gestellt. "Die Neubepflanzung der August-Bebel-Straße als historische Allee konnte zurückliegend wegen fehlender Mittel und anderer Notwendigkeiten im Bereich des Fachamtes nicht ausgeführt werden", sagte Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (CDU). Der Stadt waren die rund 60.000 Euro Kosten zu hoch, die bereits im Jahr 2014 veranschlagt worden waren. Aktuell dürften die Kosten jedoch weiter gestiegen sein. Doch auch die Idee, die entlang der August-Bebel-Straße fehlenden Bäume als Ersatzpflanzung im Zusammenhang mit städtischen Bauprojekten an derer Stelle in die Erde zu bringen, wurde nicht umgesetzt. Eine Erklärung dafür blieb aus.

Doch jetzt soll die Allee wieder zu neuem Glanz gelangen. Die ganze Straße in einem Zuge mit Bäumen zu versehen, sei allerdings auch jetzt finanziell nicht möglich. "Wir haben daher festgelegt, die Straße schrittweise ab dem kommenden Winterhalbjahr zu bepflanzen", sagte Kathrin Köhler. Das heißt: Frühestens ab dem Frühjahr 2020 wird dort wieder ein Baum stehen. Als weitere Voraussetzung nannte Köhler, dass ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen müssen.

Inzwischen gibt es auch Platz für Ersatzpflanzungen, allerdings in einem anderen Stadtteil. In Eckersbach entsteht an der Max-Planck-Straße gerade eine Parkanlage, die neben Spiel- und Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche auch jede Menge frisches Grün beinhaltet. Wie Olaf Conrad vom städtischen Garten- und Friedhofsamt sagte, wurden dort 30 junge Bäume gepflanzt. Von Birken bis hin zum Ahorn sind dabei verschiedene Sorten ausgewählt worden. Gerald Otto hat sich mit der Spende eines jungen Bergahorns an dieser Aufforstung der Parkanlage beteiligt. Auch für ihn war das eine Premiere. "Ich bin seit vielen Jahren politisch hier tätig, aber eine Baumpflanzung habe ich noch nie durchgeführt", sagte er. "Immerhin, so ein Baum ist etwas Bleibendes", sagte er.

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