Nur Niklas muss täglich ein Ticket lösen

Während andere Kinder morgens an der Frühlingsstraße in Zwickau mit ihrer Schülerfahrkarte in den Bus steigen, muss ein Siebenjähriger immer 1,40 Euro bezahlen. Denn: Behörden finden, dass er laufen könnte.

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1616 Kommentare
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  • 4
    1
    Nixnuzz
    24.11.2020

    Bevor der rote Topf überkocht: Hatte selber 2 "Fahr-Kinder" mit ÖPNV und Antragsgedöns. Kann die Ablehnung der Fahrkosten nicht begreifen. Sich hinter bürokratischen Massnahmen vor möglichen Gefahren zu verstecken wird den Gefahren solcher Verkehrswege nicht gerecht. Ist schon überraschend, wenn das eigene Kind plötzlich "umdisponiert" wird. Ob diese paar Kröten den öffentlichen oder sonstwie betroffenen "Haushalt" aus den Angeln hebt, dürfte wohl nicht der Fall sein. Eher die Frage, welche Paragraphen, Richtlinien oder sonstige Vorgaben gegen den verantwortlichen fürsorglichen Menschenverstand sprechen. Vielleicht muss erst jemand auf der nächst höheren Verwaltungsebene den Segen geben. Alles den Eltern aufbürden ist wohl nicht unbedingt die letztlich weise Entscheidung? Kinderfreundliches Deutschland??

  • 4
    2
    neuhier
    24.11.2020

    @Arnoldu: Soweit ich weiß, fordern sowohl die Linkspartei als auch die Grünen kostenlosen ÖPNV.

  • 2
    4
    Nixnuzz
    24.11.2020

    Morgens hin und Mittags zurück.Bei gerader Strecke und unkompliziertem Verkehrsweg wohl kein Problem. Nur "kreuz und quer" bis zur/zurück zur Schule sieht das wohl was anders aus. Bei aller kindlicher Cleverness: Was geht während der Wege dem Kind durchs Hirn. Besonders beim Rückweg? Bürokratisches "Erwachsenendenken" entspricht wohl nicht dem des Kindes. "Nicht schuldfähig" aber voll verantwortlich für sein Leben auf dem Schulweg. Soll er das erste nichtstatistische Gefahrenopfer werden? Es lebe die Fürsorgepflicht allein der Eltern. Zumindest für die pünktliche Ablieferung eines zukünftigen gesellschaftlichen Leistungsträgers. Glück auf. Der nächste Winter kommt bestimmt.....

  • 1
    7
    Ria
    23.11.2020

    Ich les nur mimimi

  • 11
    3
    Malleo
    22.11.2020

    Keine Regel ohne Ausnahme.
    Zur Regel und ohne Folgen für die Verursacher gehört aber, dass jährlich der Bund der Steuerzahler ein „Schwarzbuch“ vorlegt, wo Steuergelder in Millionenhöhe versenkt wurden.
    Bei Niclas sucht man das berühmte Haar in der Suppe - sprich 98 m fehlen an der Zuwendung, um einem Kind den sicheren Schulweg zu ermöglichen.
    Aus dem Stand könnte man viele Beispiele benennen, wo nahezu täglich Millionen an Hilfen für jedwede „Opfer“ in der Welt ausgereicht werden.
    Wie viele Bustickets oder andere notwendige Schulprojekte könnte man dafür wohl bundesweit den Schülern genehmigen?
    Einmal mehr zeigt sich, dass das Interesse unserer politischen Eliten an Problemen in dieser schönen, bunten Welt größer ist als die körperliche Unversehrtheit unserer eigenen Kinder.

  • 9
    3
    arnoldu
    22.11.2020

    Nur mal kurz dazu: Bundeswehrangehörige in Uniform dürfen kreuz und quer durchs Land KOSTENLOS MIT DER BAHN fahren!

    Man müsste halt im nächsten Wahlkampf mal fragen, welche Partei für ein bedingungsloses kostenloses Schülerticket für Bus und Bahn, was auch in der Freizeit genutzt werden kann, kämpfen würde...?

  • 15
    5
    Bertl
    22.11.2020

    Es ist wie immer in diesem Bürokratenstaat: den Kleinsten und Schwächsten wird nicht geholfen. Da wird auf Paragraphen und Bestimmungen herumgeritten dass es dem Fass den Boden ausschlägt. Muss wirklich erst wieder etwas passieren, bis hier die Vernunft Einzug hält?

  • 14
    3
    sachsenjunge
    22.11.2020

    Ja ja, dieses Desaster kenne ich schon. 1,9 Kilometer und schon gibt es das subventionierte Ticket nicht mehr.

    Mit den 1,70 Euro täglich wird das Ganze zwar hier medial etwas übertrieben, denn schließlich kann er ja eine ermäßigte Monatskarte nutzen, aber selbst diese übersteigt die 15 Euro pro Jahr allein im Monat deutlich. Aber das nur am Rande.

    Tipp für die Eltern: Etwas Schützenhilfe beim Amtsarzt holen. Vielleicht kann er etwas attestieren, was dann doch zur Bewilligung des Tickets führt. Er kann schon genügen, wenn die Begutachtung ergibt, dass das Kind aus ärztlicher Sicht noch nicht in der Lage ist, den Weg zu Fuß oder mit dem Rad alleine zurückzulegen.

    Viel Erfolg und alles Gute!

  • 3
    13
    Haecker
    21.11.2020

    Die Buslinie 22 ist sicher ideal - wenn es mit dem Stundenplan immer so klappt. Es fährt nur dieser eine Bus 7.18 Uhr ab Frühlingsstraße, bis vor die Schule. Zurück gibt es 2 Fahrten: 12.50 Uhr und 13.50 Uhr. Beginnt der Unterricht wirklich jeden Tag 7.30 Uhr? Und ist die Rückfahrt 12.50 oder 13.50 Uhr wirklich jeden Tag brauchbar?

  • 8
    17
    1212178
    21.11.2020

    @vomdorf: In der Sommerzeit muss kein Schüler vor Sonnenaufgang vor die Tür. Wenn Sie die natürlich auch im Winter wollen siehts anders aus. Die Idee mit dem Schülerticket für alle ist nicht schlecht- aber: Busse fahren nicht bis ins Klassenzimmer.

  • 30
    11
    silvio9773
    21.11.2020

    Ist wieder mal typisch deutsches Behördentum.Aber wenn's die eigenen Kinder /Enkel betreffen würde.Wegen 98 m ist ein Witz.

  • 72
    9
    quatschkopf
    21.11.2020

    Und warum kann nicht einfach jeder Schüler ein Freiticket für die Fahrt zur und von der Schule nach Hause bekommen? Es sind doch eh die meisten die die Voraussetzungen erfüllen. Auf die 5 mehr kommt es nun wirklich nicht an. Schließlich gibt es eine SchulPFLICHT. Die Kinder MÜSSEN in die Schule.
    Das Ergebnis solcher Regeln ist nämlich dass die Eltern hier auf dem Dorf (kein Fußweg, dunkel) dann ihre Kinder lieber mit dem Auto zur Schule bringen. Ist das wirklich sinnvoll?

  • 36
    23
    vomdorf
    21.11.2020

    Ich weiß von Fällen *auf dem Dorf*, bei denen die Kinder dann bei der Oma wohnten....und schon gab es das Schülerticket.

    Man kann heute einfach nicht mehr mit früher vergleichen, als alle Kinder früh noch in die Schulen laufen konnten. Es gab nicht so viel Verkehr, die Kinder gingen fast immer in Gruppen, sie mussten nicht bei der unsinnigen Sommerzeit schon vor Sonnenaufgang aus dem Haus...

  • 20
    43
    Schwanenteichanwohner
    21.11.2020

    Und wo ist das Problem? Immerhin gibt es eine Busverbindung.
    Aus unserem Viertel laufen die Kinder 2 km zur Nicolaischule an der Reichenbacher Str. lang, über die Mocc-Kreuzung, durch die reichlich befahrene Fußgängerzone usw.
    Wenn man das mit den Kindern übt, ...

  • 54
    20
    Ha24Lu01
    21.11.2020

    Überhaupt eine Schande auch für die Behörden. Es sind ja auch bis heute in der sehr frühen Dunkelheit noch keine Kinder in diesem Lande entführt worden. Deshalb ist die berechtigte Sorge um das Kind unberechtigt. Hoffentlich wachen einige auf ehe es zu spät ist.

  • 69
    22
    Urlaub2020
    21.11.2020

    Eine Schande für die DEUTSCHE GESELLSCHAFT.