Ortsdurchfahrt Vielau bleibt weiter dicht

Der Ausbau der Hauptstraße in dem Reinsdorfer Ortsteil verzögert sich erheblich. Grund: Arbeiten, die nicht geplant waren. Pendler müssen sich daher auch im Winter auf Umwege einstellen.

Vielau/Reinsdorf.

Das kam selbst für Rathauschef Steffen Ludwig (parteilos) überraschend: Wegen des Bauverzugs bleibt die Hauptstraße in Vielau auch während der kalten Jahreszeit voll gesperrt. Darauf hat sich die Gemeinde Reinsdorf mit dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, dem Verkehrsamt des Landkreises Zwickau und dem beauftragten Bauunternehmen Strabag geeinigt. Bisher wurde der seit 2016 laufende grundhafte Ausbau der Ortsdurchfahrt in den Wintermonaten unterbrochen und die Verbindungsstraße für den Verkehr wieder freigegeben.

Dass sich der dritte und letzte Bauabschnitt, dessen Abschluss eigentlich für Ende November avisiert war, nun erheblich verzögert, begründete die Baufirma mit "zusätzlich zum Teil in Handarbeit zu erbringende Bauleistungen". Leitungen der Versorgungsträger seien damals nicht den Vorschriften entsprechend tief eingebaut worden. Auch hätten die Bauleute verschiedene Entwässerungsleitungen und Schächte vorgefunden, die beim ersten grundhaften Ausbau mit der damaligen Verlegung des zentralen Abwasserkanals nicht mit erneuert worden sind.

Wie der Bürgermeister mitteilte, müssen daher die Leitungen für Strom, Telekom und Kabelfernsehen tiefer gelegt werden. Außerdem müssen die Trinkwasser- und Gashausanschlüsse noch hergestellt und Wasserschieber erneuert werden. Und nicht zuletzt müssen das im Baufeld befindliche Bachgewölbe gesichert und die überbauten alten Entwässerungsschächte im Gehwegbereich erneuert werden. "Unser Ziel ist es, bis Mitte Dezember den Abschnitt zwischen den Gemeindehäusern und der Bergstraße mit dem Asphalteinbau im Fahrbahnbereich zum Abschluss zu bringen. Somit ist der Anliegerverkehr in den Wintermonaten gesichert", stellte Gemeindechef Ludwig klar. Der Abschnitt zwischen Bergstraße und Einmündung Gartenstraße bleibe aber während der Winterperiode voll gesperrt, um bei günstigen Witterungsverhältnissen die Arbeiten fortsetzen zu können.

Gegenwärtig werde intensiv am grundhaften Gehwegbau mit dem Einbau der Frostschutztragschicht und der Verlegung der Begrenzungsborde gearbeitet, so die Verwaltung. Im Fahrbahnbereich seien die Bauleute mit der Herstellung der Oberflächenentwässerung und der weiteren Stabilisierung des Baugrundes beschäftigt. Ab kommender Woche beginnt darüber hinaus der Einbau von Asphaltschichten im Straßenbereich zwischen der Bushaltestelle "Gemeindehäuser" und Einmündung Rudolphberg auf einer Länge von 430 Metern. "Natürlich in Abhängigkeit von der Witterungslage", so Ludwig. Gleichzeitig werde an den Vorbereitungen zur Fahrbahninstandsetzung in Richtung Bergstraße gearbeitet. Wie in dem Zusammenhang Rathauschef Ludwig betonte, soll die Gesamtmaßnahme spätestens Mitte Juni kommenden Jahres abgeschlossen werden. "Sollten wir einen milden Winter bekommen, kann das auch schon früher werden", fügte er an.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,92Millionen Euro. Davon entfallen 2,09 Millionen Euro auf die Gemeinde Reinsdorf. So hatte die Kommune bereits in den Jahren 2014 und 2015 den gut 1,3 Kilometer langen Abschnitt zwischen Neue Straße und Gewerbegebiet Friedrichsgrün auf Vordermann bringen lassen. Es schloss sich dann ab 2016 der in mehrere Abschnitte aufgeteilte Ausbau der 1,7 Kilometer langen Hauptstraße an, der nunmehr erst im kommenden Jahr abgeschlossen wird.

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