Patentante - für einen Baum

32-Jährige freut sich über ihre Baumpatenschaft für eine Stieleiche. Schülerin begeistert sich fürs Tauchen. Eine Freizeitkünstlerin eröffnet ihre erste eigene Ausstellung. Jugendliche beschäftigen sich mit betrieblicher Gesundheit.

Claudia Illing (32), Naturfreundin, gehört zu jenen 19 Privatpersonen und Firmen, die eine Patenschaft für einen Baum auf dem Gelände am Wildenfelser Schlossteich übernommen haben. Zur Auswahl standen Blutahorn, Blutbuche, Weiß- erle und Stieleiche. Wer welchen Baum als Paten erhielt, wurde am Freitagabend zu Beginn des Wildenfelser Parkfestes per Los entschieden. "Passend zu meiner roten Haarfarbe hätte ich ja gern die Patenschaft für einen Blutahorn oder eine Blutbuche übernommen. Dass es am Ende eine Eiche geworden ist, finde ich aber ebenso toll. Schließlich werden Eichen bekanntlich recht alt", sagte Claudia Illing. Sie möchte regelmäßig nach "ihrem" Baum schauen, ihm bei Bedarf vielleicht auch mal eine Kanne Wasser verabreichen und ein Auge darauf haben, dass er unbeschadet heranwachsen kann. Leider scheint Letzteres durchaus notwendig zu sein. Denn wie Bürgermeister Tino Kögler (parteilos) vor der Verlosung bekannt gab, hatte ein Natur- frevler an einem der frisch gesetzten Bäume herumgeschnitzt. Da man keinem der Paten zumuten wollte, einen beschädigten Baum zu erhalten, wurde im Rathaus kurzerhand entschieden, dass die Stadtverwaltung die Patenschaft dafür übernimmt. (awo)

Melanie Lengowski (34), Freizeitkünstlerin, zeigt seit Samstag in der Galerie Schumannstraße in Zwickau ihre erste eigene Ausstellung. Unter dem Motto "Kreativi- tät braucht Mut" zeigt die Zwickauer Autodidaktin 58 Kunstwerke, die in den vergangenen zwei Jahren entstanden sind. "Die Leidenschaft für künstlerisches Gestalten habe ich schon in meiner frühen Jugend entdeckt. Allerdings fasste ich erst Anfang dieses Jahres den Mut, meine Werke zu ver- öffentlichen. Denn Kreativität braucht eine ganze Menge Mut", sagte sie. Melanie Lengowski legte im Jahr 2002 ihr Abitur am Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Zwickau ab. Trotz ihrer ausgeprägten künstlerischen Ader entschied sie sich damals gegen die Aufnahme eines Kunststudiums, erlernte stattdessen einen sozialen Beruf und arbei- tet heute im Bereich der Tages- pflege. "Der Umgang mit Farben ist meine große Leidenschaft geblieben. Durch regelmäßige Fortbil- dungen in Techniken der Acryl- malerei fand ich mit der Zeit meine persönliche freie Kunst, die ich selbst als außergewöhnlich, effektvoll und modern beschreiben würde. Ich bin gespannt, wie die Leute meine Arbeiten finden." Die Ausstellung ist bis 20. Juli in der Galerie, Schumannstraße 9, zu sehen. (awo)

Jensibel Hoffmann (12), Schülerin, unternahm am Wochenende gleich mehrere Tauchgänge unter die Wasseroberfläche des Stein- bruches am Giegenstein in Kirchberg. Zusammen mit sieben weiteren Kindern absolvierte Jensibel im Tauchzentrum des TC Flipper die notwendigen Freitauchgänge für den Erwerb des Tauchscheines. Mit diesem Dokument in der Tasche kann sie künftig weltweit inner- halb von Gruppen die Unterwasserwelt erkunden. "Tauchen ist einfach toll. Das Gefühl der Schwere- losigkeit und die Ruhe unter Wasser sind absolut beeindruckend. Außerdem kann man Fische hautnah in ihrer natürlichen Umgebung beobachten. Das mag ich", sagte die Zwölfjährige. Bei 19 Grad Celsius Wassertemperatur in die Fluten des Steinbruches zu steigen, fiel Jensibel Hoffmann in Anbetracht der fünf Grad niedrigeren Temperaturen auf dem Trockenen nicht sonderlich schwer. Bevor am Wochenende das Jugendtauchcamp den krönenden Abschluss bildete, stand eine mehrmonatige Ausbildung im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft auf dem Programm. Dazu gehörte das Büffeln theoretischer Kenntnisse ebenso wie das erste Vertraumachen mit der Ausrüstung im Hallenbad. (awo)

Kathleen Zorn und Marcel Reinhardt aus Zwickau sind Schüler des Beruflichen Schulzentrums für Technik "August Horch". Beide haben ihre gemeinsame Projektarbeit zum Thema "Gesunde Unternehmen" erfolgreich abgeschlossen. Sie erhielten dafür das bundesweit anerkannte Zertifikat des Theo-Prax-Kommunikationszentrums (in Kooperation mit dem ICT Fraunhofer Institut Pfinztal/Karlsruhe). Fach- liche Unterstützung bekamen sie von der Gesundheitsmanagerin Cornelia Uebel. Das sagte Andrea Ludolph, Pressereferentin Sachsen der IKK classic. Kathleen Zorn und Marcel Reinhardt gingen für ihr Projekt in fünf verschiedenen Betrieben der Frage nach, was Unternehmen bereits für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit ihrer Beschäftigten tun. Dazu entwickelten sie Frage- bögen und erarbeiteten in der Auswertung Verbesserungsmöglichkeiten für die beteiligten Unternehmen. Das Fazit der beiden Schüler: "In den Betrieben gibt es ein Grundverständnis für ein gesundheits- förderndes Arbeitsumfeld. Aber über die vielfältigen Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung und den langfristigen Nutzen bezüglich Mitarbeiterbindung und -motivation gibt es noch viel Informationsbedarf." (ja)

Andrea Sawatzki (55), Schauspielerin und Buchautorin, las am Sonntagabend im Rahmen der "Zwickauer Sommernächte" im Hof der Robert-Schumann-Konservatoriums nach Angaben des Veranstalters vor mehr als 300 Zuhörern - und das unbeeindruckt des strömenden Regens. Andrea Sawatzki stellte ihren neuesten Roman "Ihr seid natürlich eingeladen" vor, in dem es wieder um die chaotische Familie Bundschuh geht. Zuvor berichtete sie im Gespräch mit Gastgeber Florian Freitag über eigene Gemeinsamkeiten mit ihrer Romanfigur Gundula Bundschuh und ihrem Talent, in Fettnäpfchen zu treten. Außerdem verriet die zweifache Mutter, dass sie derzeit am vierten Band der Bundschuh-Reihe arbeitet, der bereits im Herbst für das ZDF verfilmt werden soll. (fp)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
 Artikel versenden
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...