Pilotprojekt zur Patientensicherheit läuft

Lichtentanne. Über erste Erfolge des Pilotprojekts "Armin" in der medizinischen Praxis hat sich die sächsische Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) am Freitag in der Praxis des Lichtentanner Allgemeinmediziners Axel Stelzner informiert. Armin, Kurzform für  Arzneimittelinitiative, haben Sachsens und Thüringens Kassenärztliche Vereinigungen (KV), die Apothekerverbände der Freistaaten sowie die AOK plus ins Leben gerufen. Armin ist ein serverbasiertes Datenbanksystem, bei dem behandelnder Hausarzt und Stamm-Apotheke eines Patienten Zugriff auf dessen Arzneimittelplan haben - Verschreibungen weiterer behandelnder Ärzte inklusive - und sich dazu austauschen und beraten können. Ziel: mehr Patientensicherheit, verbesserte Kommunikation zwischen Arzt, Apotheke und Patient.

Stelzners Partnerin auf Apothekerseite ist Anja Leistner von der 240 Meter entfernt gelegenen Mariannen-Apotheke. Gemeinsam betreuen sie über Armin zurzeit rund 100 Patienten. Deren Hauptvoraussetzung: Sie sind dauerhaft auf fünf Medikamente und mehr angewiesen. Tenor des Berichts an die Ministerin: Das System läuft. Dr. Klaus Heckemann, Vorstandschef der KV Sachsen, gibt sich überzeugt: "In zehn Jahren ist das allgemeiner Standard."  Auch wenn es zurzeit in Lichtentanne an ganz banalen Standards noch hakt: "Wir sind bis heute nicht ans schnelle Internet angebunden. Es fehlen ein paar Meter Kabel", so Apothekerin Anja Leistner. "Nur wenn wir nachts über Telefonleitung ins Netz gehen, läuft es manchmal halbwegs." (tk)

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