Plakatpanne bei der CDU: Stadionname überklebt

Kretschmer-Besuch beim FSV Zwickau ist kein Wahlkampftermin mehr

Zwickau.

Der Zwickauer CDU-Kandidat für die Landtagswahl, Gerald Otto, hat erneut ein Problem mit Plakaten. Nachdem er Mitte Juli bereits eine Geldbuße wegen zu früh aufgehängter Wahlplakate gezahlt hatte, musste er jetzt auf etwa 100 Schildern, mit denen ein Besuch des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer angekündigt wurde, den Veranstaltungsort "FSV-Stadion" überkleben. Grund für die unfreiwillige Aktion war jedoch nicht der falsche Stadionname.

Kretschmer war vom Vorstandsmitglied des FSV Zwickau, Tobias Leege, ins Stadion eingeladen worden. Der Geschäftsführer der Stadion Zwickau Betriebs GmbH, Rainer Kallweit, witterte nicht zuletzt wegen der öffentlichen Werbung einen Wahlkampfauftritt. Diese sind jedoch nach der Betriebsordnung im Stadion untersagt. Dort gilt eine "Neutralitätspflicht". Kallweit, gleichzeitig städtischer Ordnungsamtsleiter, forderte Otto auf, entweder die Schilder ganz zu entfernen oder den Veranstaltungsort zu überkleben. Otto entschied sich für letzteres. Inzwischen ist der Kretschmer-Besuch zu einem nichtöffentlichen Arbeitstreffen mit Beobachtung einer Trainingsstunde der Mannschaft geschrumpft.


Mit dem Überkleben des Veranstaltungsortes ist auch ein Lapsus unter den roten Aufklebern verschwunden. Dass das Stadion seit Mitte Juni GGZ-Arena heißt, hatte sich bis in die Landeshauptstadt noch nicht herumgesprochen. Wissen können hätte das verantwortliche Team Kretschmer allerdings, dass das Stadion nie FSV-Stadion, sondern Stadion Zwickau hieß. Eine weitere Geldbuße bleibt Otto erspart. Wie Heike Reinke von der Rathaus-Pressestelle sagte, sei kein Verfahren anhängig. Otto schiebt dieses Gerücht Konkurrenten zu. "Das allerdings ist wenig seriös", sagte er.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Tokeah
    01.08.2019

    Streng genommen hätte auch Herrn Otto dieses Vorgehen bekannt sein müssen. Das ein Normalbürger also ein potentieller Wähler das weiss, macht die Sache beim potenziellen Abgeordneten nicht weniger besser oder gar glimpflich führender. Nach den gültiger Gesetzeslage kann auch ein ganz normaler Bürger im Wissen um die Tatsache, die ja eindeutig belegbar ist, Herrn Otto noch immer eine Anzeige anheim fallen lassen. Das wird also noch weiter zu beobachten sein, als sich jetzt ungeschoren zurück lehnen können. Man darf also gespannt sein.



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