Polizei befragt Zeugen zu Brand an der Koberbachtalsperre

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Sechs Wochen nach dem verheerenden Feuer, das zwölf Wohnwagen vernichtete, läuft die Spurensuche auf Hochtouren.

Werdau.

Sechs Wochen nach dem verheerenden Feuer auf dem hinteren Teil des Zeltplatzes an der Koberbachtalsperre stehen die Reste der ehemaligen Campingbehausungen immer noch. Ein Feuer hatte am 3. Juli kurz nach 17 Uhr zwölf Campingwagen lichterloh in Flammen aufgehen lassen. Nichts war mehr zu retten. Mehr als 100 Einsatzkräfte verhinderten mit vollen Einsatz ein Ausbreiten des Feuers.

"Dass die Brandreste noch nicht beseitigt werden können, ist ärgerlich", sagt der Werdauer Oberbürgermeister Sören Kristensen (Unabhängige Liste). Zumal ein regelrechter "Brand-Tourismus" an die Unglücksstelle eingesetzt habe. Doch die Gutachter der Versicherungen arbeiten immer noch. Und bis deren Untersuchungen vorlägen, könne man die Trümmer nicht beräumen.

Polizeisprecher Christian Schünemann erklärte auf Anfrage, dass die Ermittlungen am Brandort selbst abgeschlossen sind. Zur Brandursache lägen aktuell noch keine abschließenden Informationen vor. "Derzeit finden kriminaltechnische Untersuchungen und Auswertungen statt", so der Zwickauer Polizeisprecher. Auch Zeugenvernehmungen stünden noch an.

In dieser Woche habe es laut Sören Kristensen erneut eine Zusammenkunft der Gemeinde Langenbernsdorf als Besitzer der Fläche mit der städtischen Gesellschaft Sport und Freizeit GmbH als Pächter des Areals gegeben. Dabei stand nicht nur das Brandereignis, sondern auch die Frage, ob und wie in Zukunft der Platz von der Stadt bewirtschaftet wird. "Den Pachtvertrag mit Langenbernsdorf haben wir pflichtgerecht gekündigt. Wir müssen nun sehen, ob und wir das Areal weiterbetreiben. Wir haben in den zurückliegenden zehn Jahren rund 60.000 Euro für die Betreibung investiert. Das kann so nicht weitergehen", sagte Kristensen. Unzweifelhaft sei auch, dass hohe Investitionen auf dem Campingplatz in Bezug auf die Sicherheit notwendig sind.

Am 29. September will der Oberbürgermeister die Stadträte innerhalb ihrer turnusmäßigen Zusammenkunft über die Situation des Tourismus an der Koberbachtalsperre informieren. Kristensen malt ein düsteres Bild. "Vor 91 Jahren hat die Badesaison an der Kober begonnen. Wenn wir in diesem Jahr nicht alle rechtlichen und organisatorischen Dinge regeln und versuchen, Fördermittel klar zu machen, sehe ich für die Zukunft des Naherholungsgebietes schwarz."

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