Post macht aus Discounter einen Zustellstützpunkt

Der ehemalige Einkaufsmarkt an der Cainsdorfer Straße in Wilkau-Haßlau wird umgebaut. 45 Mitarbeiter sollen dort künftig arbeiten.

Wilkau-Haßlau.

Im früheren Nettomarkt an der Cainsdorfer Straße in Wilkau-Haßlau haben umfangreiche Umbaumaßnahmen begonnen. Im zweiten Quartal will die Deutsche Post, sofern alles planmäßig verläuft, dort einen neuen Zustellstützpunkt in Betrieb nehmen. Das sagte Pressesprecher Mattias Persson. Im August vorigen Jahres hatte das Bauordnungsamt der Zwickauer Stadtverwaltung die erforderliche Baugenehmigung dafür erteilt. Die Zufahrt zum Objekt liegt zwar auf Grund und Boden von Wilkau-Haßlau, das Gebäude selbst jedoch steht auf Zwickauer Flur.

Im neuen Zustellstützpunkt sollen alle für die Region bestimmten Pakete und Briefe entsprechend sortiert und in die Zustellfahrzeuge verladen. Die Pakete werden vom Paketzentrum Neumark und die Briefe vom Briefzentrum Zwickau an der Cainsdorfer Straße angeliefert.

"Ehemalige Supermärkte eignen sich besonders gut für die Nutzung als Zustellstützpunkt", sagte Persson. Mit großflächigen, ebenerdigen Räumen, guten Anlieferungsmöglichkeiten und Stellflächen für die Zustellfahrzeuge würden sie über Merkmale verfügen, die der Deutschen Post entgegenkommen. Jetzt werden im alten Einkaufsmarkt unter anderem Büro- und Besprechungsräume, Umkleidemöglichkeiten und Sanitäranlagen eingebaut. "Darüber hinaus werden Teile der technischen Infrastruktur überarbeitet", sagte der Post-Pressesprecher.

Der neue Zustellstützpunkt ersetzt die bisherige Anlage im Wilkau-Haßlauer Ortsteil Silberstraße. Wie Bürgermeister Stefan Feustel (CDU) bei der Vorstellung des Projektes im Mai vergangenen Jahres sagte, wird die neue Betriebsstätte gegenüber der alten deutlich erweitert. Am neuen Zustellstützpunkt werden insgesamt 45 Mitarbeiter beschäftigt sein. Außerdem werden dort 25 Fahrzeuge stationiert.

Um die Lärmbelastung für die Anwohner so gering wie möglich zu halten, hat das Zwickauer Bauordnungsamt Auflagen mit der Baugenehmigung verknüpft. Dazu hat es auch eine Schallschutzuntersuchung gegeben. Wie Stefan Feustel sagte, ist vor allem in der Zeit von 6bis 9.30 Uhr mit der Ausfahrt der Paketfahrzeuge zu rechnen. Zuvor würden die Pakete und Briefe mit vier Lastwagen angeliefert. Während des Tages sei mit zwei weiteren Lkw zu rechnen. Er geht davon aus, dass es für die Anwohner insgesamt ruhiger wird als in der Zeit des Discounterbetriebes. "Immerhin fällt das Klappern der Einkaufswagen über zwölf Stunden weg", sagte der Bürgermeister.

Vom neuen Zustellstützpunkt werden nach dessen Inbetriebnahme die Postleitzahlbereiche Wildenfels, Kirchberg, und die Zwickauer Stadtteile Cainsdorf, Hüttelsgrün, Schedewitz, Rottmannsdorf und Planitz sowie Wilkau-Haßlau und Lichtentanne mit Paketen und der täglichen Briefpost beliefert.

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