Postsäcke voller Mitmenschlichkeit für Zwickauer Heimbewohner

Zwickau.

Ältere Menschen in Senioren- und Pflegeheimen sind von den massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens zur Bekämpfung der Coronakrise besonders betroffen. Um ihnen ein Gefühl von Gemeinschaft zu schenken, rief das Team um die Gleichstellungs- Ausländer-, Integrations- und Frauenbeaufragte der Stadt Zwickau Anfang April das Projekt "Brief an eine/n Unbekannte/n ins Leben. Aufgerufen wurden Menschen, die gern schreiben, basteln und zeichnen, um ältere Mitmenschen in der Isolation mit einem persönlichen Brief, einer Geschichte oder einem Bild zu erfreuen. Die Botschaft dahinter: Wir denken an euch. 

Wie die Stadtverwaltung nun bekannt gab, stieß der entsprechende Aufruf, unter anderem via Facebook, auf große Resonanz. Innerhalb weniger Tage gingen etwa 100 liebevolle Sendungen ein, darunter handgeschriebene Briefe und Postkarten, Gedichte, Kurzgeschichten, Kinderzeichnungen, professionelle Aquarelle, Gebasteltes, Glaubensnachrichten und aktuelle Fotos der Stadt. Absender waren neben unzähligen Privatpersonen auch Kinder und Erzieher aus der Kita-Notbetreuung und Heinrich Schulze, früherer Direktor des Puppentheaters. 

Je ein großer Postsack konnte vor Ostern an zwei Zwickauer Pflegeheime übergeben werden. Laut Stadtverwaltung gibt es nun eine erste Rückmeldung aus dem Haus Schlobigpark: ""Die Bewohner haben sich sehr über die liebevoll gestalteten Briefe gefreut! Nochmals vielen, vielen Dank!", schrieb eine Ergotherapeutin des Hauses. In der Stadtverwaltung sind auch liebevolle und dankbare Sendungen an die Pflegekräfte und Kita-Erzieherinnen in der Notbetreuung. 

Da das Besuchsverbot in den Senioren- und Pflegeheimen weiterhin gilt, läuft auch die Aktion "Brief an eine/n Unbekannte/n" weiter. Zahlreiche neue Briefe sind bereits eingegangen und werden am Dienstagnachmittag an das Seniorenheim Haus Muldenblick übergeben. Wer mitmachen möchte, kann seine Post - anonym oder mit einer Kontaktadresse versehen - persönlich, auf dem Postweg oder per E-Mail an die Gleichstellungs-, Ausländer-, Integrations- und Frauenbeauftragte übergeben beziehungsweise schicken. (dha)

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