Prämiensparverträge: Verbraucherzentrale reicht Klage gegen Sparkasse ein

Zwickau.

Weil die Sparkasse Zwickau Kunden mit Prämiensparverträgen jahrelang zu niedrige Zinsen gezahlt haben soll, reicht die Verbraucherzentrale am heutigen Dienstag nach eigenen Angaben eine Musterfeststellungsklage beim Oberlandesgericht Dresden ein. In den Verträgen, die bereits Anfang 2017 gekündigt worden waren, hatte das Geldinstitut nach Ansicht der Verbraucherzentrale zu geringe Zinsen gezahlt. "Im Schnitt stehen den Zwickauer Kunden Nachzahlungen von jeweils 6000 Euro zu", erklärt Andreas Eichhorst, Vorstand der Verbraucherzentrale Sachsen. Dieser Wert ergibt sich aus Berechnungen externer Sachverständiger, die insgesamt 190 Verträge prüften.

Eichhorst ruft nun alle Betroffenen auf, sich an der Sammelklage zu beteiligen, um ihre Ansprüche vor Gericht geltend zu machen. Derzeit laufen auch gegen die Erzgebirgssparkasse und die Sparkasse Leipzig am Oberlandesgericht Musterfeststellungsklagen. Für Leipzig wird ein erstes Urteil im April erwartet. Dies sei dann auch richtungsweisend für die Zwickauer Klage, so Eichhorst. (scso)


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