Prozess um toten Säugling: Vater bemerkte Schwangerschaften nicht

Zwickau. Mit der Aussage des Vaters ist am Freitag am Zwickauer Landgericht der Prozess um eine 2017 im Wilkau-Haßlauer Ortsteil Culitzsch gefundene Säuglingsleiche fortgesetzt worden. Die Mutter des kleinen Jungen hatte in der ersten Verhandlung bereits eingeräumt, das Baby zuhause geboren und nicht weiter versorgt zu haben. Laut ihrer Aussage ist das Kind auf dem Weg zur Babyklappe nach Aue gestorben.

Der Kindsvater sagte aus, er habe nicht bemerkt, dass seine Lebensgefährtin schwanger war - ebenso wie bei der vorangegangenen Schwangerschaft. Dieses Kind hatte die Frau im Krankenhaus zur Welt gebracht und zur Adoption freigegeben. Weder habe sie sich optisch verändert, noch habe ihr Zustand eine spürbare Auswirkung auf ihr Liebesleben gehabt. Das Paar hat bereits drei Kinder, laut Aussage des Vaters habe man der Frau die drei ersten Schwangerschaften durchaus angesehen. Der 35-Jährige tritt in dem Prozess als Nebenkläger auf. (sth)

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